Autor: Stefan Rapp | Gespeichert unter Allgemeines
Trotz meines schlechten Abschneidens im CCC in Wien, bin ich mit hohen Erwartungen nach Baden angereist. Das CAPT Finale am Sonntag war für mich gleich ein Höhepunkt, da ich durch den Sieg beim CAPT Turnier in Velden den zweiten Platz in der Gesamtwertung innehatte.
Nur den ZWEITEN Platz – jedoch mit minimalem Abstand zu meinem FullTiltPoker-Kollegen Markus Lehmann, denn das CAPT Turnier in Bregenz hatte gerade mal EINEN Teilnehmer mehr als jenes in Kärnten.
Die geringe Beteiligung in Baden (lediglich 117 Teilnehmer) war für mich nicht das Schlechteste – so würde der Sieger, sofern er bis dato noch nicht gepunktet hatte, nicht automatisch in der Gesamtwertung an mir vorbeiziehen.
Es lief also alles auf das Fernduell „Markus Lehmann vs. Stefan Rapp“ hinaus. Mein Turnier begann gleich mit einem „Bad Beat“ – ich musste den Platz wechseln, und fand mich plötzlich an einem Tisch mit meinem Bruder Rainer. Dies ist eine Situation, die ich gar nicht mag (es sei denn am Final Table der WSOP
), denn bewusst oder unbewusst wird das eigene Spiel dadurch beeinflusst. Zur Schlagzeile „Stefan nimmt eigenen Bruder aus dem Turnier“ kam es Gott sei Dank nicht. Bei der nächsten Table Balance wurde mein Bruder umgesetzt.
Über das gesamte Turnier war der Kartenverlauf für mich sehr durchschnittlich bis schlecht. Ich war kaum in große Pötte(Pots) verwickelt, doch konnte ich meinen (kleinen) Stack bis ins Level 9 verteidigen. Die schlechte Nachricht – Markus Lehmann war auch noch im Turnier, und hatte beinahe viermal so viele Chips wie ich. Es waren noch 24 Spieler im Turnier, da hatte ich die erste Coinflip Situation: 99 (von mir) gegen AK. Ein K am Turn beendete schließlich meine Träume vom Sieg in Baden und in der Gesamtwertung.
Ich hatte mich gerade mit dem zweiten Platz angefreundet, da musste ich am Finaltag zu allem Überfluss vom Cashgame Tisch aus noch beobachten, wie sich Hans Fest, Runner Up beim CAPT Turnier in Innsbruck, den Turniersieg holt, und mich damit auf den dritten Platz in der Endabrechnung verwies.
Na Ja, wenn sich zwei streiten…Ganz trifft dieses Sprichwort diesmal nicht zu. Markus Lehmann konnte mit seinem 7. Platz die Gesamtwertung gerade noch für sich entscheiden. Für mich blieb immerhin noch der 3. Platz. Apropos 3. Patz: Jetzt gilt meine Konzentration der Verteidigung der „Bronze Medaille“ der 7 Card Stud Poker EM von 2007
Euer Stefan
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