Hans Martin Vogl Hans Martin Vogl

Zum mittlerweile 17. Mal wird die Deutschen Pokermeisterschaften in diesem Jahr ausgespielt und  am 14. November 2009 werden wir wissen, wer sich die nächsten 12 Monate “Deutscher Pokermeister” nennen darf.Ich selbst habe bisher noch nie an dem Event teilgenommen, bisher haben mich immer die teilweise haarsträubenden Geschichten über den amateurhaften Turnierablauf abgehalten es zu versuchen.

Allerdings schien es so, dass im letzten Jahr der “Turnaround” offensichtlich geschafft wurde.

Ein professionelleres Prozedere wurde laut Medien und Spielern an den Tag gelegt und man wurde den Ansprüchen einer deutschen Meisterschaft auch anscheinend gerecht.

Die  Spielbank Hamburg war letztes Jahr Austragungsort der Meisterschaft und mit Anestis Karasavvidis wurde ein externer Turnierdirekor für das Turnier verpflichtet, der offensichtlich den Staub aus den Fugen der staatlichen Spielbank geblasen hat.

Die Blindstruktur soll zwar den Erzählungen nach noch ein wenig rasant gewesen sein, aber vielleicht wird dies ja heuer noch weiter verbessert. Bei einem Buy-In von 2000 Euro solls ja dann doch nicht in einem Crapshoot enden und der Titel soll ja ausgespielt und nicht ausgeluckt werden….

Das einzige, was mich  stört ist die Tatsache, dass es sich scheinbar um eine verkappte Norddeutsche Meisterschaft handelt.

Es ist wirklich schade, dass sich die deutschen Casinos nicht zusammenschließen können und für dieses  Event Satellites in ALLEN deutschen Casinos anbieten.

Die deutsche Pokermeisterschaft würde noch wesentlich  aufgewertet werden, wenn z.B in Casinos wie Garmisch , Bad Wiessee etc ganz im Süden der Republik oder aber auch in Hessen, BW etc auch Plakate hängen würden, man sich vor Ort qualifizieren könnte und so das ganze Event auf noch breitere Basis gestellt werden würde.

Aktuell sind Satellites nur in den norddeutschen Casinos in Bad Zwischenahn und  Schenefeld und in den Spielbanken Hamburg und Berlin im Angebot.

Spielern mit kleineren Geldbeutel aus südlicheren Gefilden – denen der direkte Buy-In zu hoch ist- fehlt daher einfach eine Option an dem Turnier teilzunehmen. Die spezielle Anreise zu einem Satellite macht an sich kostentechnisch keinen Sinn und daher beraubt man sich selbst vieler Spieler und einer breiteren Basis.

Dies ist schade, da es dem Pokern generell sicher sehr helfen würde, wenn quer durch die Republik Casinoübergreifend dieses Event im Fokus der Spieler, Casinobetreiber und Medien stehen würde.

Aber da sind scheinbar die Strukturen noch immer zu verkrustet, aber vielleicht brechen diese ja auch mal auf.

Aber hoffen wir einfach mal, dass sich der Aufwärtstrend des letzten Jahres fortsetzt und vielleicht springen ja dann die anderen Casinos mit auf den fahrenden Zug auf -  die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt icon smile 17. (Nord )Deutsche Pokermeisterschaften

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