Autor: Stefan Rapp | Gespeichert unter Allgemeines
Gestern reichte es für mich leider „nur“ zum vierten Platz. Doch nun Mal von Anfang an …
31 Spieler starteten in den zweiten Tag der 20. Stud EM. Bei mir ging’s gleich in den ersten beiden Levels rund. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals in so kurzer Zeit so starke Starthände erhalten hätte. Drei Mal KK, drei Mal AA, und beinahe immer die höchste Doorcard. Doch leider wird das Spiel mit sieben Karten gespielt, und so konnte ich nicht wirklich viele Chips machen, bewegte mich aber immer leicht über dem Chip Average. Die ersten Leute schieden sehr schnell aus, und so war das Teilnehmerfeld nach nur zwei Levels auf 20 Spieler geschrumpft. Dann folgte eine sehr langwierige Phase, in der kaum Bewegung im Spiel war: High Card Complete – Fold – Fold – Fold … und das über Stunden …
Um 19:30 hatten wir Dinnerbreak. Nur noch 11 Spieler im Bewerb, und das Feld war nahe zusammengerückt. Chipleader zu dem Zeitpunkt war mein Teamkollege im Nationscup, Jochen Dickinger, doch er hatte kaum doppelt so viel Chips wie der Shortstack.
So kurz vor der Bubble wollte natürlich keiner ausscheiden, und es wurde weiterhin extrem tight gespielt. Erst nach zwei Stunden hartem Kampf stand der Finaltisch fest. Zwei der Pechvögel, die kurz vor dem Geld noch die Segel streichen mussten, waren die Schweizer Cem Taslan und als Bubbleboy erwischte es schließlich den Zwischenzeitführenden Jochen Dickinger.
Für mich schaute es diesmal sehr viel versprechend aus. Nachdem ich selbst die ersten zwei Spieler vom Tisch nahm, war ich gemeinsam mit FullTiltPoker Kollegen Richard Ashby sogar Chipleader. In der Folge war mir das Kartenglück leider nicht mehr so hold. In der entscheidenden Partie entschied ich mich mit der offenen 4h (Ah 2h in der Hole) bei vier verbleibenden Spielern zu einem Complete aus dem Forced Bet. Herr Freudenschuß raiste mich mit einer offenen Dame. Die vierte Karte brachte Kh für mich und besiegelte damit mein Schicksal. Bei dem hohen Level bedeutet jede bis zur siebten Karte durchgespielte Hand eine empfindliche Schwächung. Auf die fünfte Street pairte sich zudem noch meine Doorcard, und ich hatte Hoffnug das vermeintliche Damenpaar aus dem Pot drängen zu können. Mein Gegner hielt jedoch an seiner Hand fest, und ich bekam in der Folge leider keine Hilfe mehr.
Nun war plötzlich ich der Kürzeste am Tisch und wenig später verlor ich mein aller erstes all in bei diesem Turnier und wurde Vierter. Dass ich gegen den späteren Sieger Richard Ashby ausschied, war auch kein Trost! Trotzdem kann ich mit meiner Performance hier in baden zufrieden sein: Drei Jahre hintereinander bei einer Poker Europameisterschaft den Finaltisch zu erreichen und die Plätze 3,3 und 4 zu belegen, ist schon ganz ok, oder?
Euer Stefan
Popularity: 9% [?]
Letzte Einträge
- PLO genial grausam
- Sonntagsturnier im Casino Baden
- Osterhasen Action
- Rino’s WSOP Tagebuch– PLO 2nd day und zurück in die Schweiz
- WSOP 09 (3): „Double Out“


(7 x bewertet, Durchschnitt: 3.71 bei 5)