Stefan Rapp Stefan Rapp

Auch wenn in der Zwischenzeit beinahe jeder NL Hold’em spielen kann (oder das zumindest glaubt), ist gerade bei dieser Variante im 7 Game besondere Vorsicht geboten.

Fünf der sieben Disziplinen (den klassischen fünf H.O.R.S.E. Spielen) ist eine fixe Limit Struktur unterlegt. Damit lassen sich dort die Potgrößen mehr oder weniger gut kontrollieren oder zumindest abschätzen. In den Fixed Limit Spielen spielt die Stacksize der Spieler eine eher untergeordnete Rolle. Man ist in relativ viele Pots verwickelt (dies gilt insbesondere für die HiLo-Split Varianten), und baut seinen Stack meist langsam auf.
Wenn das Spiel nun auf NL Hold’em umgestellt wird, steht der eigene Stack plötzlich in jeder Hand auf dem Spiel. Anders als in vielen NL Hold’em Cash Games, wo häufig sehr viele Shortstacks am Tisch sitzen, sind meiner Erfahrung nach die Stacksizes erheblich größer. Viele der erfahrenen H.O.R.S.E. Spieler (die Mehrheit) versuchen einfach die 10 Hände NL Hold’em möglichst unbeschadet zu überstehen, und versuchen großen Pots so gut wie möglich aus dem Weg zu gehen. Einige andere, versuchen gerade im NL Hold’em besonders aggressiv zu agieren, um die Limit Spezialisten aus dem Pot zu drängen.

Um im 7 Game auch im NL Hold’em zu bestehen, ist es wichtig schnell zu erkennen, wer sich in dieser Variante wohl fühlt, und wer nicht. Denn beide der oben genannten Strategien haben offensichtlich ihre Schwächen, die man zum eigenen Vorteil nutzen kann. Habt jedoch auch immer euren Stack im Auge, denn niemand will seine mühevoll in Limit Spielen aufgebauten Chips letztendlich in (nur) einer NL- Partie zu verlieren!

Euer Stefan

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