Stefan Rapp Stefan Rapp

In wohl keiner der sieben Varianten spielt die Starthand und die Position eine so entscheidende Rolle wie im Omaha H/L.

Das jedoch versteht sich von selbst, schließlich muss es das Ziel sein den Pot zu scoopen (also lo und hi zu gewinnen), oder zumindest eine reelle Chance darauf zu haben. Umso mehr gilt dies, wenn wir in Erwägung ziehen in einen bereits geraisten Pot einzusteigen.
Ich will aber nicht schon wieder über Starthände reden. Mein Tipp bezieht sich auf die Situation, in der wir vor dem Flop der Agressor waren. Wird nun am Flop zu uns gecheckt, so ist eine Continuation Bet in beinahe 100% der Fälle angebracht. Dies hat mehrere Ursachen: Zum Einen sollte uns das Raise vor dem Flop Respekt verschafft und „Kredit“ für eine legitime Hand gegeben haben. Sollte unser Gegner das Board verfehlt haben, stehen die Chancen gut den (gesamten) Pot an dieser Stelle sofort zu gewinnen. Dies ist in den überwiegenden Fällen auch ein erstrebenswerter Ausgang selbst wenn wir das Board voll getroffen haben. Im Omaha H/L ist eine Freecard in vielen Situationen tödlich. Oftmals eröffnet der Turn viele neue Optionen für unsere(n) Gegner.

Andererseits hilft uns die Continuation Bet auch etwas über die Hand unseres(r) Gegner(s) zu erfahren. Dies hilft uns für unser Setz-Verhalten in den kommenden Setzrunden. Wird am Flop durchgecheckt sehen wir uns häufig mit einer Bet ohne Information über die Hand des Gegners konfrontiert. Mit einer mittelmäßigen Hand stehen jetzt wir vor einer schweren Entscheidung, und das sollten wir in allen Pokervarianten möglichst verhindern.
 

Euer Stefan

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