Stefan Rapp Stefan Rapp

Ein schöner Nebeneffekt des 7 Games ist die Wiederbelebung einer fast vergessenen Pokervariante – dem 7 Card Stud.

War Seven Card Stud noch vor 10-15 Jahren die dominierende Pokervariante in Cashgames, so wurde sie nicht zuletzt durch zahlreiche TV-Übertragungen von NL Hold’em in die Versenkung verbannt. Zu Unrecht, wie ich meine! Denn auch 7 Card Stud bietet viele taktische und spieltechnische Möglichkeiten.

Mein Tipp zum 7 Card Stud bezieht sich auf die Beantwortung eines Standardspielzuges. Da dem Board eine zentrale Bedeutung zukommt, ist ein „Complete“ auf der dritten Street mit der High Card ein legitimer „Move“. Dies bringt uns mit einem kleineren Paar (z.B. getroffener zweithöchsten Doorcard) in ein Dilemma.

Insbesondere gegen einen aktiven Gegner haben wir eine gute Chance die beste Hand zu halten. Ein Fold wäre daher wohl zu passiv. Wie sollen wir also auf das Complete reagieren? Eine Variante, die ich gerne spiele, ist das Complete zunächst zu callen, um den (sehr aktiven) Gegner auf die vierte Karte zu raisen, falls sich das Board nicht in eine allzu negative Richtung entwickelt hat.

Dieses “Stop Raise“ verschafft uns nicht selten eine Gratisrunde, in manchen Fällen sogar den direkten Pot Gewinn, wenn unser Gegner die Hand aufgibt (falls er z.B. mit einem 3-Flush gestartet ist, und keine Hilfe auf die vierte Karte erhalten hat). Jedenfalls wird unser Gegner gezwungen sein Blatt zu deklarieren. Je nachdem wie sich das Board entwickelt, kann man dann entscheiden ob man weiter wettet oder eben checkt und den Pot kleiner hält.

 Euer Stefan

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