Posted by Soraya Homam | Filed under Allgemeines
Abschließend zur Kevin-Reihe – Nächtliche Gedanken beim Pokern…
Wer nichts weiß, liebt nichts.
Wer nichts tun kann, versteht nichts.
Wer nichts versteht, ist nichts wert.
Aber wer versteht,
der liebt, bemerkt und sieht auch…
Je mehr Erkenntnis einem Ding innewohnt,
desto größer ist die Liebe…
Wer meint, alle Früchte
würden gleichzeitig mit den Erdbeeren reif,
versteht nichts von den Trauben.
Von dem Arzt und Philosophen Paracelsus, zitiert aus dem Buch „Die Kunst des Liebens“ von Erich Fromm
Erich Fromm war ein Psychoanalytiker und Sozialforscher, der 1934 aufgrund des Hitlerfaschismus aus Deutschland in die USA immigrieren musste, wo er an verschiedenen Universitäten lehrte. Eines seiner Werke, das mich am Meisten beeinflusste, ist „Die Kunst des Liebens“, das mit dem oben erwähntem Gedicht beginnt.
Dieses Gedicht beschreibt auch meine allgemeine Betroffenheit hinsichtlich Kevins Geschichte, gleichzeitig soll es eine Antwort auf diejenigen sein, die die Pokerwelt als eine Einbahnstraße betrachten.
Gewiss bin ich keine Mutter Teresa, jene zierliche Frau, die ihr ganzes Leben unter schwersten Bedingungen dem Humanismus und vielfältiger Hilfe gewidmet hat. Dementsprechend wurde sie berechtigterweise von der ganzen Welt bewundert.
Ich habe Kevin auch nicht gesucht, um meine humane Seite für meine Mitmenschen zu entdecken, sondern ich wurde als Full Tilt Poker Profi einfach von Kevins Freunden ausgesucht. In der Folge habe ich mich bewusst zu einem verantwortungsvollem „Ja“ entschieden. Zweifellos bin ich weder die Erste noch die Letzte, die als Weltbürgerin über Höhen und Tiefen in solch schwierigen Situationen schreibt.
Eines meiner Hauptanliegen in der Reihe über Kevin war, transparent zu machen, dass nichts, was die Menschen betrifft, privater Natur ist. Ein Leitsatz, den ich schon längst aus der Frauenbewegung kenne. Um dies in meine Gedanken zu integrieren, nehme ich oft Erich Fromms Philosophie zu Hilfe.
Daher bin ich der Meinung, dass man seine schwer erarbeitete Position selbst in der Pokerwelt, in der behauptet wird, dass alles aus Profit und Gier besteht, dazu nutzen sollte, das Gewöhnliche aufzubrechen.
Nichtsdestotrotz musste ich Kevins Leidensweg erst einmal für mich verarbeiten. Deshalb fing ich an darüber zu schreiben, um diese Anspannung aushalten zu können.
Als ich Kevin meine nächtlichen Gedanken über ihn mitteilte, motivierte er mich, diese zu veröffentlichen.
Im Verlauf des Austausches mit Kevin, seiner offenen Art und dem bewussten Umgang mit seiner Krankheit, verringerte sich nicht nur meine anfängliche Anspannung, vielmehr motivierten er und unser virtueller Freundeskreis mich, weiter zu schreiben. Somit entwickelte sich aus meinem ursprünglichen Kerngedanken und aus meinen Höhen und Tiefen eine ausführliche Kevin-Reihe.
In diesem Sinne möchte ich mich hier bei meinen Leserinnen und Lesern, die mich, sowohl mit ihren öffentlichen Kommentaren, Bewertungen *****, Kritiken und auch per E-Mail bereichert haben, bedanken.
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Letzte Einträge
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- Die Empathie – Kevin 7
- “Einen schönen Spaziergang gemacht – und das ist eine Seltenheit!” Kevin 8
One Response to “Abschluss der Serie – Kevin 15”
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nightfalls Says:
July 30th, 2009 at 12:56 pmEin Dankeschön zurück!
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