Markus Golser Markus Golser

Hier meine Updates vom Potlimit Omaha Turnier zu einem Buy-in von 1.500 Dollar unlimited Rebuys…

Begonnen wurde mit einem Startstack von 3.000 in Chips, da ich mich aber gleich mit 3.000 Dollar eingekauft habe, bekam ich 6.000 Chips. Und es ging gleich gut los für mich. Nach nur etwa zehn Minuten hatte ich meinen Stack bereits verdoppelt. Mein Tisch war sehr angenehm zu spielen. Der einzig wirklich gefährliche Spieler am Tisch war zu diesem Zeitpunkt Jeff Madsen, Player of the year 2006.

In diesen Rebuy-Turnieren ist es meiner Meinung nach sehr wichtig, in der Rebuy-Phase viele Chips zu machen, da es sonst wirklich schwierig wird, in die vorderen Ränge zu kommen. Ohne große Ereignisse baute ich also meinen Stack bis zum Ende der Rebu-Phase auf 33.000 auf und das mit nur 6.000 Investment. Im Vergleich dazu: Phil Ivey hatte einen Stack von 90k, allerdings mit insgesamt 13 Rebuys. Übrigens wir Ivey in diesem Jahr vielleicht aufs Oktoberfest kommen.

Nachdem unser Tisch gebrochen wurde, durfte ich fünf Hände an einem Tisch mit dem Devilfish und Katja Thater spielen. Doch schon bald kam ich wieder an einen anderen Tisch und der war um einiges härter zu spielen: große Stacks und Namen wie Johnny Chan und Highstackes PLO Spieler tsarrast. Zu meiner Linken saß einer der Chipleader des Turniers, der, wie alle Chipleader in einem PLO Turnier, alle Preflop Raises in Position callte. Immer noch 200 Spieler waren zu diesem Zeitpunkt im Turnier. Dann kam es zu folgender Hand: ich raise im cut-off mit 5s-7s-8d-10d, ein Limper und der Button callen. Der Flop bringt Ks-6s-8c, wir checken. Der Turn kommt mit einer 9. Nun spielt der UTG fast Pot, ich raise den Pot, worauf der UTG All-in geht. Ich beschließe zu callen und mein Gegner zeigt mir Ac-Kc-Qc-8h, also zwei Paar mit Nuts Flush Draw. Am River kommt leider sein Flush und ich verliere 80 Prozent meines Stacks. In der nächsten Hand bekomme ich 3c-4c-6h-7h. Der Flop kommt mit 3d-3x-8x und wir sind zu dritt im Pot, alle checken. Am Turn kommt der Kd, der Spieler in erster Position spielt etwa 80 Prozent des Pots an und ich entschloss mich dazu mit meinem small Stack All-in zu gehen und wurde von 8-8 gecallt. Damit war nach sechs Stunden Spielzeit auch mein zweites PLO Turnier erledigt.

Nach meinem Ausscheiden ging ich in mein Hotel, holte meine Freundin und unseren gemeinsamen Sohn ab, um Abendessen zu gehen und was glaubt ihr, wem ich begegnet bin? Phil Ivey! Wir unterhielten uns über das Turnier und natürlich konnte ich mir die Frage nicht verkneifen, was er denn mit seinem riesigen Stack angestellt hätte. Darauf meinte Phil: "OH MAN, you know when you play bad?" "Ja", sagte ich, "das kennt jeder von uns. Ab und zu kann man nichts dagegen tun." Ehrlich gesagt bin ich der Meinung, dass Phil einem Bracelet nachläuft. Er hat ja viele Side-Wetten laufen, die sich mit Sicherheit im Millionen Dollarbereich bewegen. Zum Beispiel hat er mit mehreren Spielern eine Wette laufen, dass er bei dieser WSOP ein Bracelet machen wird, für eine 1-2 Quote. Ich bin der Meinung, dass Phils Spiel durch diese Wette beeinträchtigt wird. Jetzt sind immerhin schon mehr als die Hälfte aller Turniere vorbei und dann spielt Phil ja auch das 50k H.O.R.S.E Event, wodurch er einige andere Turnier versäumen wird. Ich wünsche ihm auf jeden Fall alles Gute für die restliche WSOP und ich freue mich schon darauf mit ihm eine Maß Bier zu trinken.

Bis bald

Euer Markus Golser/jumper17.com

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