Autor: Hans Martin Vogl | Gespeichert unter Allgemeines
Spieler bei der diesjährigen WSOP und diese heißen:
Joseph Cada und Darvin Moon!!
Antoine Saout musste sich mit dem dritten Platz zufrieden geben und darf jetzt am morgigen Montag als Zuschauer ins Penn&Teller Theater zurückkommen und seinen beiden Kontrahenten zugucken beim Kampf um die Krone.
Was gibt es über beide Spieler noch zu sagen vor dem alles entscheidenden Heads Up?
Erst einmal zu Darvin Moon:
ich muss echt sagen ich bin mehr als überrascht, dass er noch im Turnier ist. Spielerisch war er dem Rest des Tisches eindeutig unterlegen und hat einige derbe Beats ausgeteilt, so zum Beispiel gegen Ivey mit AQ gg AK und dann noch das irre Ding mit AQ als riesigen Overpush preflop gegen QQ…nun gut,man kann es ja machen, wenn man mit dem A am River belohnt wird.
Desweiteren fiel er auch sehr speziell durch eine mehr als strange gespielte Hand ( Hand Nr. 90 ) auf. Was er da wohl hatte ?!?! Sinn macht sein Spiel meiner Meinung nach mit keiner Hand ( er bekam 7,5-1 Odds, was mal mehr als Value für jede Hand ist), aber nun gut…
Jedenfalls hat er es ins Heads Up geschafft, dies gilt es zu respektieren und die ein oder anderen Buchmacher werden vielleicht jetzt ein wenig ins Schwitzen geraten sein, hatten sie ihn ja als 5,0 Außenseiter auf der Rechnung. Die von Stephan Kalhamer berechnete “faire Quote” nach ICM (was natürlich den spielerischen Fokus außen vor läßt) wäre demnach nur bei 3,3 gestanden.
Aber noch ist ja auch Joseph Cada mit dabei, der den Sieg von Darvin Moon noch verhindern kann.
Joseph Cada hatte auch das Glück auf seiner Seite, dies darf man nicht vergessen. Gegen Antoine Saout konnte er Last 3 einen dicken Pot preflop all-in mit 22 gegen QQ gewinnen, der der Anfang vom Ende von Saout war. Der gewonnene Coinflip mit 88 gg AK besiegelte dann das Ende Saouts.
Cada geht damit mit einem deutlichen Chiplead ins finale Heads Up von 136 Millionen (Start bei ihm war 13 Millionen) gegenüber 58 Millionen von Moon, die er exakt auch zu Beginn des Final Tables hatte.
Besonders bemerkenswert ist bei Cada vor allem, dass er ein irres Comeback hingelegt hat. Zu Beginn war er schon mal auf knapp 2,5 Millionen Chips zurückgefallen und hatte die Ausdauer, das nötige Glück und die Ruhe sich wieder ins Turnier zu kämpfen.
Man darf gespannt sein, ob er seine Aufholjagd noch zu Ende bringen kann und den Sack zumachen wird, aber ich denke es sollte schon klappen, so viel ich gesehen habe…
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