Markus Golser Markus Golser

Nach einer Woche Entspannung mit meiner Familie in San Remo und Monte Carlo, in der ich Online einige Turnier gespielt habe, um verschiedene Strategie zu üben,…

Nach einer Woche Entspannung mit meiner Familie in San Remo und Monte Carlo, in der ich Online einige Turnier gespielt habe, um verschiedene Strategie zu üben, ging ich an Tag 1A des Grand Final in Monte Carlo an den Start. Ich spiele das Finale der EPT sehr gerne, da zum einen die Atmosphäre wirklich toll ist, und zum anderen die Dichte an deutschsprachigen Spielern und Presse erfahrungsgemäß sehr hoch und es werden jedes Jahr mehr. Auch in diesem Jahr war das nicht anders und das finde ich immer sehr angenehm.

Das Turnier war  mit knapp 400 Spielern gut gefüllt und startete wider Erwarten relativ pünktlich. Soviel gleich vorweg: Der ganze Tag stand für mich leider unter keinem guten Stern. Bereits im ersten Level war ich in einen ziemlich großen Pot verwickelt. Vom Button hatte ich Preflop bei Blinds 25/50 auf dreifachen Big Blind geraist und erhielt ein Reraise vom Small Blind auf 450, das ich mit K-Q gecallt habe. Der Flop brachte K-Q-J. Mein Gegner checkt, ich mache einen Bet von 600, mein Gegner checkraist auf 2.500, ich entschließe mich zu callen. Nun kommt der Turn mit einer 3. Wieder checkt mein Gegner, ich setzte 3.500, mein Gegner geht All-in. Die einzigen beiden Hände die ich hätte schlagen können wären A-A und A-K gewesen, aber ich bin mir zu 99% sicher, dass mein Gegner ein Set getroffen hat, auch weil das Turnier sich noch in einer so frühen Phase befindet. Ich entschließe mich also dazu meine Hand zu folden. Damit war mein Stack gleich mal halbiert. Nur fünf Hände später spielt mein Gegner in dieser Hand ziemlich ähnlich gegen einen anderen Spieler. In dieser Hand kommt er zum Showdown und tatsächlich hat er ein Set Damen getroffen. Das bekräftigt mich darin, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, auch wenn es mich viele Chips gekostet hat.

Ich muss sagen, dass mein Tisch nicht besonders leicht zu spielen war, da sich drei wirklich sehr gute Spieler mit mir am Tisch befunden haben. Trotzdem konnte ich mich nach dieser ersten entscheidenden Hand wieder etwa aufbauen. Konnte einige kleinere Pötte für mich gewinnen.

Doch dann kommt meine alles entscheidende Hand. Es passierte in Level 3. Vor mir gibt es einen Limper, ich raise mit A-10 und werde vom Button, vom Big Blind sowie vom Limper gecallt. Der Flop bringt As-4s-5d. Der Limper checkt, ich bete 1.600 in einen Pot von 2.500. Der Button und der Big Blind passen, der Limper überlegt einige Zeit. Meiner Meinung nach fühlt er sich zu diesem Zeitpunkt sehr unsicher, geht aber kurz darauf All-in. Da ich ihn ja über drei Levels beobachten konnte, gebe ich ihm jetzt eine schlechtere Ass oder einen Flush Draw. Ich entschließe mich ihn zu callen und der Limper zeigt 3-5 in Pik. Nun kommt der Turn mit einer 10, also Tow Pair für mich, doch am River ist das Grand Final 2008 mit einer Dame in Pik für mich Geschichte geworden. Der Limper hat seinen Flush getroffen. Es ist natürlich schade so früh auszuscheiden, aber das ist eben Poker. Ich werde trotzdem noch einige Tage hier in Monte Carlo bleiben und mich erholen, auch wenn das Wetter nicht so richtig mitspielen will.

Die Erholung kann ich gut gebrauchen, denn die nächsten Monate werden sehr arbeitsintensiv. Als nächstes werde ich das Main Event der CAPT Innsbruck spielen, dann das WPT-Event in Barcelona und gleich darauf, Ende Mai, geht es für mich nach Las Vegas zur World Series of Poker für insgesamt sechs Wochen. Es gibt sechs, sieben Turniere die ich dort unbedingt spielen möchte, wie viele es in Summe werden, kann ich allerdings jetzt noch nicht sagen. Das werde ich dann vor Ort entscheiden. Selbstverständlich werde ich euch von all meinen Poker-Stationen Bericht erstatten.

Also,  bleibt dran
Euer Markus Golser/jumper17.com

 

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