Posted by Stefan Rapp | Filed under Allgemeines
In meinem letzten Blog habe ich dargelegt, was mich persönlich beim Main Event in Velden zu einem Deal bewogen hat. Jetzt möchte ich die Frage erörtern warum Deals an einem Final Table so überaus beliebt sind.
Ein wichtiger Punkt ist hier die Preisgeldaufteilung. Nur wenige Spieler machen sich vor dem Turnier große Gedanken darüber, und ganz klar – der Veranstalter möchte die Teilnehmer mit einem möglichst hohen Preisgeld für den Sieger locken. Dies geht natürlich nur zu Lasten der hinteren Plätze: Oft entfallen auf den ersten und zweiten Platz 60% des gesamten Preispools oder mehr…
Kein Wunder also, dass die im Turnier verbleibenden Spieler versuchen sich mit einem Deal zumindest einen ansprechenden Teil des Kuchens zu sichern, und oft nicht bereit sind, am Ende des Turniers nochmals alles zu riskieren, um aufs Ganze zu gehen. Dies gilt insbesondere für Turniere mit einer schnellen oder mittelschnellen Struktur, bei denen oft kein vernünftiges Pokerspiel mehr möglich ist. Die Spieler sind oft so „short“, dass sich die gesamte Action vor dem Flop abspielt. Damit steigt bei vielen Turnieren gerade in der entscheidenden Phase der „Glücksfaktor“ und der „Skillfaktor“ wird ausgehebelt. Wen wundert es also, dass so viele Spieler sich für einen Deal entscheiden.J
Euer Stefan
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