Hans Martin Vogl Hans Martin Vogl

Immer wieder hört man bei großen Turnieren, dass am Ende ein Deal unter den verbliebenen Spielern des Final Tables gemacht wurde, der dann jeden Spieler einen fixen Betrag garantiert und oftmals wird nur noch um ein geringes Preisgeld bzw. nur noch um den Titel gespielt.

Die Auszahlungsstruktur bei großen Turnieren mit hohen Buy-Ins macht diese Deals natürlich sehr interessant:  zwischen Platz 1, Platz 2 und Platz 3 sind oftmals riesige Sprünge im Preisgeld zu verzeichnen, die man auf diese Art und Weise verkleinern kann und so nicht von der Varianz zu abhängig ist.

Und genau aus diesem Grund hat sich Full Tilt nun auch entschlossen “Dealmaking” einzuführen.

Besonders für die gut dotierten Turniere der FTOPS bietet es sich an, aber natürlich auch für alle anderen Turniere auf Full Tilt.

Man kann zwischen automatisierten bzw. selbst gewählten Deals auswählen:

* Independent Chip Modelling (ICM) – Dieses Prinzip berechnet die Gewinnwahrscheinlichkeit an Hand der Größe jedes Stacks und wie wahrscheinlich letztlich die Platzierung sein wird. Somit hat jeder Spieler – unabhängig vom Talent – einen fairen Payout je nachdem wie viel Chips er zu Beginn des Finaltisches hat.
* Chip Ratio – Hierbei wird das restliche Geld im direkten Verhältnis von den Stacks verteilt. Mit der Ausnahme, dass das Minimum und Maximum des Preisgeldes nicht überschritten werden kann (d.h. für den 1. Platz kann es nicht mehr Geld geben, als zuvor bereits angekündigt).
* Custom Deal – Der Spieler, der die Kontrolle über den Deal hat, gibt Werte in die indivuduellen Auszahlungsfelder ein und verändert die Werte bis alle Spieler damit einverstanden sind.

Nähere Details zu den Deals kann man dann noch hier nachlesen:

http://www.fulltiltpoker.com/de/tournaments/deals

Wie immer im Leben ist es aber nicht so einfach mit den Deals bzw. ist ein Deal nicht immer gleich das “Gelbe vom Ei” :

Man muss bei den Deals neben der mathematischen Komponente natürlich auch immer die spielerische bzw. die emotionale Seite betrachten. Und dann geht es ans Verhandeln und da bietet sich dann natürlich an, dass man “feilscht”…

So sind manche Spieler wirklich zu verängstigt, um um die großen Beträge zu spielen und dies kann man ausnutzen. Man kann sich ein wenig stur stellen und quasi “bluffen”, dass man das Turnier zu Ende spielen will und andeuten, dass man kein Interesse an einem Deal hat, weil man sich spielerisch im Vorteil sieht…und man kann so auf eine bessere prozentuale Beteiligung spekulieren, die dann auch oftmals herausspringt.

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