Erich Kollmann Erich Kollmann

Jeder weiß, dass ich nicht wirklich zu der neuen Internetgeneration gehöre aber ich auch denke dass wir was von den neuen lernen können.

Aber es gibt auch einiges was die jungen Kerls noch von uns alten Hasen lernen können. Denn die Erfahrung bekommt man nicht in paar Monaten oder Jahren auch wenn man zehn Millionen Hände spielt.

Was mir letztens zum Beispiel wieder aufgefallen ist, ist diese übermäßige Aggression, die einige an den Tag legen. Überall liest man dass man nur erfolgreich sein kann wenn man aggressiv spielt. Dann sieht man einen Phil Ivey oder einen Isildur mit Chips um sich werfen und folgert daraus: Je aggressiver desto besser.

Naja, für die Gegner vielleicht. Denn die ganze Aggression nützt nichts wenn sie an der falschen Stelle eingesetzt wird. Und das passiert einigen wirklich oft und wenn man sich den Trend ansieht, wird das noch deutlicher. Früher hat man kaum am Flop eine Continuation Bet gebracht, nur wenn man getroffen hat oder einen guten Draw hatte.

Vor paar Jahren war das dann wirklich Standard. Aber noch nicht die zweite Salve, also der zweite Einsatz am Turn. Der ist noch nicht so lange in, kommt aber scheinbar immer mehr in Mode. Lediglich am River stecken einige selbsternannte Iveys nochmal zurück und riskieren selten den ganzen Stack mit einem Bluff. Aber das kommt sicherlich auch noch irgendwann.

Ich freu mich jedenfalls schon drauf denn das meiste Geld kommt zurzeit nicht von den passiven Spielern sondern den aggressiven die mal paar Limits nach oben geklettert sind und glauben alles und jeden dominieren zu können. Naja, noch kann ich mich einigermaßen behaupten. 

Also, bleibt cool man!

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