Hans Martin Vogl Hans Martin Vogl

Das Folden gehört bekanntlich zum Pokern wie das Callen, Checken oder Raisen… aber manchmal hat man den Eindruck, dass es manchen Leuten gehörig schwer fällt von einer Hand los  zu lassen und sich geschlagen zu geben.Natürlich ist es ein grober Fehler, wenn man sich zu leicht aus Händen vertreiben läßt,  zu tight agiert und ein gefundenes Fressen für aggressive Gegner darstellt.

Wie immer im Leben kommt es auf die richtige Mischung an und man soll sich einfach in der Mitte zwischen Callingstation und Mega-Rock befinden, dann ist an sich alles gut.

Ein schönes Beispiel habe ich hierzu gefunden :

http://www.pokerhand.org/?4806309

Im SB habe ich für billiges Geld aufgefüllt, bekam dafür relativ gute Odds  und hoffte auf einen soliden Flop für mich, der dann auch tatsächlich kam mit Two Pair.

Beim drawlastigen Board mit einem möglichen Flush-und Straightdraw entschied ich mich gleich dazu anzuspielen um herauszufinden, wo ich stehe und keine Freecards zu ermöglichen.

Dass ich dann aber von meinen 3 Gegnern nacheinander 3 mal das All-In um die Ohren bekomme hat mich dann ein wenig überrascht… icon smile Easy Fold

Dies führte natürlich am Ende zu einem easy Fold und zu der raschen Einsicht, dass in diesem Spot Two Pair keinen Auftrag haben werden…

Das ist natürlich ein extremes Beispiel und es brauchte dafür keine hellseherischen Fähigkeiten.

Aber oftmals gibt es Situationen, in denen man sich einfach besser von der Hand trennt als auf Teufel komm raus das Unmögliche zu versuchen…Optimismus schön und gut, darunter darf aber nur nicht der Realismus leiden icon smile Easy Fold

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