Sascha Biorac Sascha Biorac

Ist schon interessant welche Gedankengänge manche Spieler so zustande bringen.

Folgende Geschichte wurde mir von einem Kollegen erzählt:

Es begab sich im Casino Saarbrücken ein Cashgame. 10-20 No Limit Hold’em.

Spieler, die dieses Limit spielen, haben meist immerhin eine gewisse Grundahnung vom Poker – aber wie uns die Geschichte lehren wird, darf man das nicht immer als gegeben voraussetzen.

Folgende Situation ergab sich:

Ein Spieler raised auf 120, besagter Spieler ist nun an der Reihe und hat Asse. Er reraised auf 340 und hat insgesamt 5k. Hinter ihm geht dann ein Spieler all-in für 3k. Ein anderer Spieler geht danach mit 5k all-in und der erste Raiser schiebt seine 7k rein.

Wir haben also 3 Spieler die all-in sind und haben selber 340 investiert und halten Asse. Wir spielen also mit der bestmöglichen Starthand um einen Pot von insgesamt 18k incl. eigenen 5k. Klar, wir sind gegen 3 Spieler wahrscheinlich nur mindestens 55% Favorit die Hand zu gewinnen ( für den Fall, dass 2 Spieler beide jeweils Könige oder Damen halten sind wir bei knapp 80%!). Eigentlich eine Entscheidung die weniger als eine Sekunde brauchen sollte.

Nun, wie oben beschrieben, darf man Spieler aber nicht unterschätzen. Was macht unser Spieler? Er entscheidet sich für den Fold!!!! Lieber auf einen besseren Spot warten? Gibt es viele bessere?

Damit aber noch nicht genug. Was die Geschichte noch besser macht ist die Tatsache, dass der Flop A – A – klein kam.

Ich habe besagten Spieler 2-3 Wochen später getroffen und ihn gefragt, ob die Geschichte stimmt. An seiner Reaktion und dass der Dealer vor lachen fast vom Stuhl gefallen wäre, habe ich entschieden, dass sie wahr ist.

Als Begründung warum er Asse gefoldet hat, kamen interessante Rechenbeispiele, wann man nicht mehr Favorit ist und wieso ein Fold richtig ist.

Was lernen wir daraus? Ab nach Saarbrücken und an den 10-20 NLH Tisch setzen!

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