Soraya Homam Soraya Homam

Der dritte Tag der EPT in Berlin versprach richtig gut zu werden. Zwar hatte ich wieder einige Chips abgegeben, aber ich hatte gut geschlafen und war in bester Stimmung!

Das machte sich in meinem Spiel direkt bemerkbar und ich konnte recht zügig meine Chips erneut verdoppeln.

Leider wurde dann unser toller Tisch aufgelöst … schade, denn ich hatte mich dort sehr wohl gefühlt!

Nun saß ich in einer Runde, die alles andere als gut war, es dauerte ein ganzes Weilchen, bis ich wieder zu meiner Form gefunden hatte.

Man kann sich halt seine  Gegnerschaft nicht aussuchen … aber sich negativ von ihnen beeinflussen lassen …, das muss auch nicht sein! So wurde auch der dritte Tag recht gut!

Im Laufe des Tages entstand eine nette Unterhaltung mit Boris Becker, mit dem ich wie erwähnt am Vortag zusammen in einer Runde war und der nun am Nachbartisch saß. Wohlwollend gab er mir den Tipp, sobald ich AJ bekomme, solle ich all in gehen.

Nun hatte er kurze Zeit später genau diese Hand und wandte seinen Rat an, was zur Folge hatte, dass er den Großteil seiner Chips verlor! Strategisches Pokerspiel und eine gezielte Flugbahn eines gelben Filzballes sind eben doch zwei völlig verschiedene Dinge!

Die Aussicht auf das Ende des 3. Spieltages, als ich sah, dass wir nur noch 180 Spieler sind, gab mir noch einmal neuen Schwung und ich konnte  erneut meine Chips vermehren.

In meiner letzten Hand bekam ich dann jedoch in später Position KJ, mit der ich dann einen All-in-Move machte und von K 10 gecallt wurde.

Meine Hand, die offensichtlich stärker war als die meines Gegners, half mir nicht, denn auf dem Board kam Q 10 3 4 8 (obwohl ich versuchte eine 9 rein zu singen!) und ich schied aus dem Turnier aus.

Wie jeder PokerspielerIn weiß, ist dies eine Unwägbarkeit des Spielverlaufes.

Ihre Soraya Homam

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