Markus Golser Markus Golser

Gestern bin ich in Budapest angekommen und ich muss sagen, dass ich vom Flair dieser Stadt wirklich sehr positiv überrascht bin. Leider hatte ich nicht viel Zeit die Stadt zu erkunden, da ich gleich an Tag 1A der EPT Budapest an den Start gegangen bin.

Das Turnier hat dann auch pünktlich beginnen und vom ersten Level an, gab es an meinem Tisch sehr gute Action. Habe ich mich anfangs noch zurück gehalten, war ich nach etwa 45 Minuten Spielzeit in meine erste große Hand verwickelt. UTG+1, UTG+2 callen jeweils den Big Blind von 50, ein sehr aktiver französischer Spieler raist auf 275 und ich reraise vom Button mit Pocket Jacks auf 800, alle Spieler passen, der Franzose callt. Nun kommt der Flop mit 3c-5x-Jc, die Potsize beträgt zu diesem Zeitpunkt 1.800 in Chips. Der Franzose checkt und ich checke behind. Ihr fragt euch jetzt vielleicht, warum ich in Position mit Top Set checke. Es ist so, dass ich den französischen Spieler schon länger kenne, da ich mit ihm schon auf mehreren EPT Events gespielt habe. Ich weiß daher, dass mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von ihm ein Bet am Turn kommt, wenn nicht ein Ass, ein König oder eine Dame fällt und er keine dieser Karten hält. Ich habe also die Möglichkeit gesehen von ihm in diesem Spot ca 4.000 in Chips zu kassieren und das ist eine ganze Menge zu Beginn des Turniers, also habe ich mich aufgrund dieser Möglichkeit zu dem check behind entschlossen.
Am Turn kommt die 2c, nicht die schönste Karte im Deck, da nun die Gefahr eines Flush besteht. Der Franzose betet nun 1.500 – wie erwartet – und ich calle nur. Am River kommt die 4x, mein Gegenspieler betet 2.200 in einen Pot von 4.800, ich denke länger nach und entschließe mich nun mein Set of Jacks zu passen.

Diese Hand ist für mich jetzt natürlich nicht glücklich verlaufen. Nach meinem check behind war das Desaster wohl vorprogrammiert. Wäre der Turn eine schöne Blank-Karte gewesen, wäre meine Strategie aufgegangen. Es lässt sich auf jeden Fall darüber streiten und diskutieren, ob ich diese Hand optimal gespielt habe, aber wie zuvor schon erwähnt: ich sah in dieser Situation für mich eine gute Gelegenheit im ersten Level an gute Chips zu kommen.

Nach dieser Aktion habe ich noch mal 2.000 an Chips mit A-K verloren und die letzte Hand in diesem Turnier spielte ich nach nur einer Stunde und fünf Minuten mit J-J gegen A-K, nach dem wir Preflop All-in gegangen sind und meine Jacks sich gegen two Pair geschlagen geben mussten. Die Jacks haben mir diesmal wirklich kein Glück gebracht.

Übrigens war das mein schnellstes Ausscheiden in meiner persönlichen EPT Geschichte, was sehr schade ist, da das Starterfeld bezüglich der spielerischen Qualitäten meiner Mitstreiter sehr angenehm zu spielen gewesen wäre.

Die nächste EPT die ich spielen werde, ist jene in Warschau. In der Zwischenzeit werde ich mich wieder meinem Poker Coaching Projekt widmen. Bis dahin wünsche ich euch alles Gute.

Euer Markus Golser/jumper17.com

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