Sascha Biorac Sascha Biorac

Abseits vom Poker konnte man in Monte Carlo natürlich gut Geld loswerden.

Ne Flasche Wodka kann im richtigen Laden schon mal gerne vierstellig kosten.

Ein Zimmerservice-Burger im Hotel gibt’s für günstige 54 Euro.

Natürlich alles gepaart mit lausigem Service der wohl nicht aufs Trinkgeld angewiesen ist.

Doch wenn man mal richtig viel Geld ausgeben möchte, nicht einmal dann wird der Service besser.

Ich hab mich in Monaco nach einem neuen Fahrzeug umgeschaut und bin dabei in den Verkaufsraum von einem nahen Porschehändler gegangen.

Der erste Eindruck ist immer: “Wie bekommen die hier die Auto rein? Und falls die jemand kauft – wieder raus?” Alles ist super eng, wie eben Monaco so ist. Nach einiger Zeit warten hat sich dann mal eine Frau erbarmt mir entgegenzukommen und nachdem sie so nah bei mir war, dass sie mich hören konnte, habe ich ihr zugerufen, was dieses Auto hier kostet.

Ihre Antwort: 160.000 Euro.

Darauf ich: “OK, für den Preis nehm ich ihn.”

Sie: “Ähm. Kann auch sein, dass der 260k Euro kostet.”

Ich: “Immernoch OK. Wo kann ich unterschreiben?”

Sie: “Vielleicht kostet der auch 360k Euro…”

Ihr seht, wie hoch die Ansprüche in Monaco sind, um als Autoverkäufer zu arbeiten.

Aber vielleicht macht man das einfach nicht so in Monte Carlo. Vielleicht geht man ja nicht selber zum Einkaufen, selbst wenn es ein Auto ist, sondern man hat Angestellte, die sich mit dem bescheidenen Service rumschlagen dürfen.

Würde mich mal interessieren, wie man behandelt wird, wenn man sich eine Yacht oder Wohnung dort kauft.

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