Sascha Biorac Sascha Biorac

Auch beim Cashgame gilt es nicht darum, die meisten Hände zu gewinnen, sondern die wichtigen, wenn viele Chips im Pot sind.

Bei einer gemütlichen NLH-Runde mit 6 Spielern war letztens viel Action angesagt.

Nach kurzer Zeit hatten bereits vier Spieler nachkaufen müssen und somit war auch ordentlich Geld auf dem Tisch. Ich war leider auch dabei und hatten meinen Stack gegen die Hand aus dem letzten Blog meinem Gegner zur Verwahrung überlassen.

Der Abend ging genauso weiter. Er wurde gemütlich und gleichzeitig aggressiv gespielt – in einer netten Atmosphäre.

Ich war etwa 1,5 Stacks hinten für den Abend, aber es war so eine Runde, wo man nicht gehen darf, sondern Geduld haben sollte, bis das Blatt sich wendet.

In einer Hand konnte ich mit KJs in Pik verdoppeln, als der Flush am Turn kam und mein Gegner das all-in mit dem Pik Ass und einem Paar gecallt hatte. Das Pik Ass hätte ich gebraucht für einen Royal Flush, aber es kam kein Pik am River und ich hab die Hand auch so gewonnen.

Ein paar Runden später hatten wir vereinbart, dass wir nur noch ein paar Hände spielen. Eine der letzten Hände war dann doch noch interessant:

Ich hab A5o und sitze UTG+1. UTG limpt, ich auch, ein Spieler foldet, eine Spielerin callt und der Small Blind raised nun ein wenig, wie dieser Spieler das gerne macht. Alle callen.

Der Flop ist A23 mit 2 Pik.

Es wird zu mir gecheckt und spiele etwa 30% vom Pot an um Information zu bekommen. Es wird zum Small Blind gefoldet der nun etwa das 5-fache von meiner Wette raised. Die anderen Spieler folden.

Ich schaue ob ich das Pik Ass habe für den Backdoor-Flushdraw, habe ich und entscheide mich mit meinem Gutshot und Top Pair zu callen.

Der Turn ist ein Pik Bube. Ich habe also Gutshot plus Nutflushdraw und Top Pair, das wahrscheinlich nicht reicht. Ich tippe meinen Gegner auf ein Ass mit hohem Kicker.

Er spielt etwa 3/4 Pot an und ich calle und habe dann noch etwa eine potgroße Wette hinten an Chips, er hatte in etwa gleich viel.

Ich habe nur gecallt, weil ich mir sicher war, ich kann ihn nicht zum folden bringen. Er würde mir den Flush nicht glauben und wenn ich den River treffe, bekomme ich all sein Geld, weil der Spieler ungern foldet.

River ist eine offsuit 5 und nun checkt er zu mir.

Mmh. Eigentlich hatte ich auf eine 4 oder ein Pik gehofft. Mit der 5 schlage ich jetzt aber auch alle A2 und A3-Hände genauso wie Ak und AQ, auf was ich ihn eher setze.

Ich entscheide mich schließlich all-in zu gehen und bekomme relativ schnell auch den erwarteten Call. Meine Hand gewinnt, er wirft weg und verrät nicht, was er hatte. AK oder AQ würde ich meinen.

Der Pot war am Ende so ordentlich, dass ich wieder im Plus war und auch nebenbei der größte Pot des Abends.

Manchmal reicht es auch aus, so einen Pot zu gewinnen – da sind dann alle vorherigen Suckouts fast vergessen…

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