Sascha Biorac Sascha Biorac

Weil ich so oft darauf angesprochen wurde, ist das wohl ein Thema, zu dem es sich lohnt zu äußern.

Konkret geht es um den Unterschied zwischen meinem Spiel beim Cashgame im DSF und dem Kommentar dazu.

Fangen wir einfach mal bei einer interessanten Hand an. In Folge #3 habe ich KQ in später Position.

Vor mir limpen Pascha, der gefühlte 120% seiner Hände spielt und Johannes Steindl. Ich raise auf 600.

Hinter mit callt Markus Lehmann.

Nach meinem Raise hört man den Kommentator “Sascha Biorac. Das ist ein Vertreter der etwas tighteren Art.”

Dazu gibt es eigentlich nur zwei Dinge zu sagen.

1. Schön, wenn in Zukunft all meine Gegner glauben, dass ich wirklich tight spiele – auch wenn ich bei der Aufzeichnung mindestens jede vierte Hand gespielt habe.

2. Ich hab in Saalbach mit meinem eigenen Geld gespielt.

Aber zurück zur Hand.

Pascha zahlt logisch auch und der Flop ist K95 mit drei Pik. Ich hab Herz und Karo.

Kein richtiger Volltreffer. Ich checke und Markus spielt an. Pascha foldet und zahle.

Der Kommentator wundert sich nun warum ich nicht anspiele und zum Glück unterstützt ihn George Danzer, der ihm erklärt, dass meine Hand nicht so wirklich gut ist bei dem Flop. Am Flop vielleicht grad noch oder gar nicht, aber alles was danach kommt ist nicht wirklich gut, außer K oder Q.

Der Turn ist ein Ass und die Hand dafür für mich gelaufen, wenn Markus noch einmal anspielt.

Das macht er und ich habe einen recht einfachen Fold.

Der Kommentator äußert sich nur dazu, wie schnell ich folde. Von Danzer kommt die Info, dass ich die Hand gut gespielt habe.

Ist mir ja ehrlich egal, was die glauben, wie ich meine Hände spiele.

Die Kommentatoren haben auf mich dabei aber eher wie eine Variante von Good Cop – Bad Cop gewirkt.

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