Sascha Biorac Sascha Biorac

Mein Abgang war kurz und sensationell – zumindest für meinen Gegner.

Gegen so eine Hand kann man schonmal verlieren:

Meine etwa 10. Hand bekomme ich 99 und raise, Michael Keiner called in Position. Der Flop bringt 10-9-3 mit drei Herz. Ich checke, er wettet und ich calle.

Turn ist ein Karo Ass, ich checke, er wettet und ich raise. Er überlegt kurz und geht dann all-in, ich calle. Er hat QJ in Herz. Der River bringt ihm einen Herz König und damit einen Straight Flush!

Ich bin also raus, als erster und das nach nur etwa 10 Händen.

Das war schon sehr ernüchternd und ich hätte gerne weitergespielt. Danach war ich etwas enttäuscht, nicht unbedingt weil ich verloren hatte, sondern weil es einfach sehr viel Spaß gemacht mit den Jungs zu spielen und eben weil es so lustig war, wäre ich gerne weiter dabeigeblieben.

Ich Nachhinein betrachtet, wenn es bekanntlich immer sehr viel leichter ist, bin ich zu folgendem Schluss gekommen: Ich hätte von Anfang an viel tighter spielen müssen.

Zu dem Spiel mit den drei Neunern: Ich hätte zusehen sollen, dass ich alles Geld im Flop reinkriege, oder am Turn nur calle. Wenn dann auf dem River noch ein Herz kommt, verliere ich nicht mehr Chips und habe noch ein paar um weiterzuspielen. Ich war mir leider sicher, dass er keinen Flush hat, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass er damit anspielt und ich ja auch der Raiser vor dem Flop war und er den Flush gefloppt hatte. Da dachte ich nicht, dass er mich mit so einer starken Hand vertreiben wollte.

Im Nachhinein war es genau richtig von ihm gespielt, weil er so all meine Chips bekommen hat. Ich dachte mir, dass er das Herz Ass alleine hat und vielleicht noch die 10 oder die 3 dazu, also vielleicht zwei Paare und den Flushdraw, dagegen bin ich mit meinem Drilling gut.

Die Chance einen Flush beim Holdem zu Floppen liegt bei 1%, deshalb konnte ich es nicht glauben und ich wollte all meine Chips reinkriegen, weil ich mir sicher war, gut zu sein.

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