Stefan Rapp Stefan Rapp

Yet another Blog zum Thema Glücksspiel vs. Geschicklichkeit.

Auch wenn viele meiner Kollegen sich schon darüber geäußert haben, und auch ich schon sicherlich meinen Senf dazu abgegeben habe, so wurde ein Aspekt bis dato etwas außen vor gelassen.

Die Worte der Überschrift sagen es bereits: Es sind diese drei Gesichtspunkte (wenn auch nicht in gleichem Ausmaß), die beim Poker relevant sind, und es deshalb zu einem so beliebten und abwechslungsreichen Spiel mach(t)en.

1) Der Zufall

2) Die Fülle an möglichen Spielzügen

3) Der unterschiedliche Informationsstand der einzelnen Spieler

 

Nüchtern betrachtet gibt es zunächst einmal die reinen Glückspiele, mit ihrem wohl prominentesten Vertreter, dem Roulette. Bei den Glücksspielen steht der Zufall im Zentrum. Man kann zwar auch beim Roulette aus einer Fülle von Optionen wählen, nur haben meine Entscheidungen absolut keinen Einfluss auf den Erwartungswert. Lediglich der Risikograd (Varianz) des Spiels kann von mir kontrolliert werden. Der Informationsstand der Mitspieler ist gleich (nämlich gleich NULL). Der Ausgang des Spiels wird durch eine kleine Kugel bestimmt, die sprichwörtlich „kein Gedächtnis“ hat, auch wenn ein paar Spezialisten dies nicht wahrhaben wollen, und sich akribisch ihre Permanzen notieren (So nennen die „Fachleute“ den Verlauf der Kugel in der Vergangenheit). Umso erstaunlicher ist es für mich, dass sich hartnäckig Gerüchte über ganze Bücher füllende Systeme halten, die zum sicheren Gewinn führen sollen. Papier ist eben geduldig! Ich sage gerne: „Beim Roulette sind schon viele Millionär geworden, die zuvor Multimillionäre waren.“
Natürlich spielt auch beim Pokern der Zufall (oder wenn wir wollen das „Glück“) eine Rolle. Welche Karten wir erhalten, oder welche Karte am River erscheint, ist nun einmal zufällig. Der wesentliche Unterschied zum Glücksspiel ist aber, dass wir dem Zufall nicht hilflos ausgeliefert sind. Unsere Entscheidungen am Pokertisch beeinflussen sehr wohl unsere Erwartung, und langfristig sind es eben diese Entscheidungen, die uns zu Gewinnern oder eben zu Verlierern machen.
In einem der nächsten Blogs werde ich den kombinatorischen  sowie auch den strategischen Aspekt des Pokerns unter die Lupe nehmen. Diese werden oft auch unter dem Begriff Geschicklichkeit zusammen gefasst.

 

Euer Stefan

www.unipoker.at

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