Posted by Stefan Rapp | Filed under Allgemeines
Auch wenn Poker ein Zufallselement hat, und daneben die Kombinatorik eine gewisse Rolle spielt, so ist das Wesen von Poker durch die Unkenntnis der gegnerischen Karten geprägt. Diese ungleiche Information macht Poker erst wirklich interessant.
Dies bringt uns zur dritten Kategorie, den strategischen Spielen. In reiner Form kommen sie nur sehr selten vor, jedoch gibt es auch hierzu ein bekanntes Beispiel - „Schere-Stein-Papier“. Durch das gleichzeitige Ziehen ist in diesem Spiel NUR die eigene Strategie bekannt. Um diese Art von Spielen ist ein ganzes Spezialgebiet der Mathematik entstanden. Die Spieltheorie befasst sich mit der Findung von optimalen Strategien, die übrigens nicht nur für Spiele wie Poker ihre Gültigkeit haben, sondern auch in der Wirtschaft ihre Anwendung gefunden haben.
Doch nun wieder zum Poker. Zu Beginn des Spiels habe ich keinerlei Information über die Hand der Gegner. Die hohe Kunst ist es nun, die gegnerische Hand einzugrenzen, und dabei möglichst wenig Information über die Eigene preiszugeben. Hierzu habe ich eine Fülle von Werkzeugen zur Verfügung:
Eine Kontinuation Bet, ein Check-Raise oder eben auch einen Bluff!
Zusammenfassend kann man sagen, dass Poker sowohl Elemente vom Glücksspiel, als auch vom kombinatorischen Spiel und vom strategischen Spiel in sich vereint, wobei man jedoch Poker mit Fug und Recht als überwiegend strategisches Spiel bezeichnen müsste.
Ich hoffe dieser kleine Exkurs in die Welt der Spiele hat euch gefallen. Jetzt geht’s ab nach Baden, wo ich euch hoffentlich wieder mal über einen Turniererfolg berichten kann. Besonders freue ich mich auf den Teambewerb, wo ich mit Jochen Dickinger, Joschi Kollarits und meinem FullTilt Kollegen Erich Kollmann, in drei Disziplinen gegen den „Rest der Welt“ antrete.
Euer Stefan
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