Stephan Kalhamer Stephan Kalhamer

Hallo FTP Community,

am Spieltag 1d war irgendwie alles anders. Schon vor dem Dinnerbreak glänzte quasi jeder, den ich fragte, mit Stacks in Höhen wie ich sie an den Spieltagen zuvor vereinzelt zum Spielttagende gesehen hatte.

Sorgte die mit 2.809 Spielern ausverkaufte Hütte dafür, dass viele spielten als gäbe es kein morgen? Vielleicht, wirklich erklärbar wäre das aber nicht. Ob ich nun in einem 800er oder einem 2.800er  Teilfeld des Mainevents meinen ersten Tag bestreite, spielt nicht wirklich eine Rolle. Bringt doch in jedem Falle jeder Busto neue Spieler und damit neues Geld an den Tisch. Ich sehe keinen spielrelevanten Unterschied.

Vermutlich ist hier einfach strenge Logik fehl am Platz. Die überfüllten Gänge und die häufiger gehörten Ausrufe „We have an All In and a Call“, haben wohl dazu beigetragen, dass viele meinten, die müssten sich schon am ersten Tag einen Finaltischstack erzocken.

Doch es mag auch einen weiteren Grund geben. Viele (Internet)qualifikanten und -profis spielten wohl erst am letzten Tag, nicht zuletzt um noch die großen Wochenendturniere online wie offline mitnehmen zu können ehe es an den Start ging.

Jedenfalls freut es mich sehr, dass jeder derer, die ich gestern besucht habe,  phantastisch im Rennen lag und es auch jeder in Day 2 geschafft hat. Chad Brown hatte zwischenzeitlich ca. 120k und beendete den Tag mit 88k, nachdem er an Fabian Quoss einen dicken Pot abtreten musste. Fabian schloss mit 100k ab. Daniel Drescher hält über 50k, Konstantin Bücherl 97k.

Sie alle liegen super gemessen am Average, der IMO bei  etwa 60k liegen dürfte. Denn ich schätze, dass etwa die Hälfte der 6.494 Entries bereits frei hat. Offizielle Zahlen hab ich noch nicht gefunden, leider. Da auch mein Roommate Sven Lucha bei 51k liegt und ich nur 26k aufweise, bin ich in diesem Punkt Vanessa Rousso fast ein wenig dankbar: Sie büsste leider ihren zwischenzeitlichen 60k Stack in einer Serie von Niederlagen ein und geht mit 6,4k in Tag 2. Wieso bin ich dafür “dankbar”? Natürlich wäre es mir lieber auch bei ihr wäre es weiter gut gelaufen, doch für mich persönlich ist es durchaus motivierend zu sehen, dass sie mit nur einem Viertel meiner Jetons voll fokusiert ist und schrieb: „I’ve come back before, I can do it again. A lil disheartening and frustrating, but winning in poker is never easy…“

Würden Sven (51k) und ich (26k) ein Spiel gegeneinander bestreiten, so wäre für Sven das Bottomend der chiptechnische Rollentausch mit mir, meines aber ein Deadend. Gegen Vanessas Stack (6,4) hingegen könnte ich zweimal in Folge verlieren und wäre dann erst in ihrer Rolle und sie in meiner. Trotzdem wird sie kämpfen. Umso mehr muss und werde ich dies tun. Morgen ab 21:00 eure Zeit quasi live per twitter.

Zahler zocken – Könner kalkulieren

Stephan M. Kalhamer

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