Erich Kollmann Erich Kollmann

Wegen neusten, aber doch alltäglichen Beobachtungen möchte ich mich einem Thema widmen, das irgendwie wenig Beachtung bekommt: und zwar die Continuation Bets.

Jeder denkt sich jetzt wahrscheinlich, was will er jetzt mit Continuation Bets, das ist doch ein ganz einfaches Thema. Aber weit gefehlt, denn die Spielweise des Preflopraisers am Flop hat entscheidenden Einfluss und kann eine Hand komplett drehen. Zum Beispiel ist der Pot nach einer Continuation Bet vielfach größer und jeder sollte wissen wie wichtig die Potgröße eigentlich ist. Wenn am Flop 100 im Pot sind und ein Spieler macht eine Bet in Höhe von 100 und wird gecallt, dann ist der Pot dreimal größer als er das ohne Bet, mit einfachem Check-Check wäre.Das Problem ist, dass sich nur die wenigsten Gedanken darüber machen welchen Einfluss eine Continuation Bet haben kann. Alleine der Fakt, dass der Pot zwei-, drei- oder viermal so groß werden kann ist Grund genug sich VOR dem Einsatz einmal Gedanken darüber zu machen. Denn die meisten Spieler machen diese Bet aus Gewohnheit, weil sie cool sein müssen und die Führung, die sie vor dem Flop übernommen haben beibehalten wollen oder einfach weil sie denken, dass es immer besser ist zu setzen als passiv zu spielen. Aber wenn ich jetzt eine Hand habe, die gute Karten im Showdown hat, wie 77 oder AK, dann will ich eben keinen großen Pot und günstig herunterchecken. Andere feuern mit solchen Händen lieber zwei, dreimal in den Pot und verlieren häufig viele Chips. 

Also, runter vom Gas, 

Euer Coolman

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