Posted by Soraya Homam | Filed under Allgemeines
In den letzten Wochen vor meinen Operationen habe ich viele Stunden chattend und pokerspielend mit ihnen verbracht…nur zum Spaß und zur Freude.
An einem bestimmten Tag beschlossen Ben Long alias THE LONG 1, Soraya und ich ein kleines Heads-Up Shoot-Out mit vier Spielern auszutragen. Von allen Pokerpartien, die ich jemals gespielt habe, hat dieses scheinbar unbedeutend kleine Turnier die größte Bedeutung für mich bekommen. Ich bin gegen Ben angetreten und wurde abgefertigt, wie so oft, wenn ich gegen ihn spiele, nur doppelt so schnell. Soraya ist gegen einen Spieler angetreten, den wir nicht kannten, und hätte, offen gesagt, nicht schlechter starten können. Nach einer unglaublich unglücklichen Folge von Bad-Beats hatte sie gerade noch 50 Chips von ihrem Anfangsstack mit 1.500 Chips übrig. Das Spiel war gelaufen… zumindest dachten wir das. Nach unglaublich kurzer Zeit hatte sie sich aber nicht nur von ihrem „einen Chip und einen Stuhl“ erholt, sondern das Duell gewonnen und daraufhin im Finale Ben besiegt. Es war eine wahrlich atemberaubende Vorstellung.
Und das war der Augenblick, in dem ich mich entschieden habe, diese hochriskante Operation zu wagen. Anstatt zuzusehen, wie die letzten Monate meines Lebens immer weniger werden, würde ich im Turnier meines Lebens „All-In“ gehen … das, wie mir meine Spezialisten vorausgesagt hatten, möglicherweise auf dem Operationstisch enden würde.
Ich verabschiedete mich mit einem emotionalen “Lebt wohl” von meiner Familie, meinen Freunden und meinen Poker-Kumpels, und chattete noch Stunden mit Soraya, Ben und Colleen, bevor ich ging.
Ja, ich habe diese Operationen überlebt… so eben. Ich habe meinen Ein-Outer getroffen. Ich muss sogar bekennen, dass ich auf der Intensivstation Poker bei Full Tilt gespielt habe, gerade mal 2 Wochen nach den Operationen, und möchte hier meinen Dank an die wahrlich wundervolle Intensiv-Krankenschwester in meinem Krankenhaus aussprechen… Linda, du bist ein sagenhaftes Mädchen.
Nach Wochen der Rehabilitationstherapie und einigen Monaten seit den Operationen bin ich wieder zurück bei Full Tilt Poker und habe dank Soraya sogar meinen eigenen Pokertisch!
Es war eine außerordentliche Reise für mich. Ich habe beim Poker auf Full Tilt Freunde gefunden, und das werden sie für den Rest meines Lebens bleiben, da bin ich ganz sicher. Ganz besonderen Dank möchte ich Ben, Colleen, Bart, Gary, Mads, Barbara, Joe, Chuck, Mat, Jim, Jeff, dem andere Ben, Nick und Jane aussprechen… ich liebe euch, Freunde.
Ich will enden, wie ich begonnen habe, und möchte am Schluss die größte Anerkennung der wundervollen Soraya Homam zollen. Sie ist für mich die inspirierendste Frau, die ich jemals getroffen habe. Ich kann vielleicht eine außergewöhnliche Geschichte über die letzten paar Monate erzählen, aber die Lebensgeschichte von Soraya… ein iranisch abstammendes Mädchen, das professionell Poker spielt!?
Das ist Stoff für einen Spielfilm.
Mit den Worten eines anderen großen Pokerspielers: „Wir hören nicht auf Poker zu spielen, weil wir alt sind, wir werden alt, wenn wir aufhören Poker zu spielen.“
In Liebe und tiefer Dankbarkeit
Kevin Ball
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2 Responses to “Ich habe meinen „Ein-Outer“ getroffen”
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glatti Says:
August 8th, 2009 at 4:35 amSehr schön, dass es doch ein Happy-End gegeben hat. Danke, dass so offen darüber berichtet worden ist und mit diesem Schlußwort einen schönen Abschluß gefunden hat. Bleibt mir nur Kevin alles gute in seinem alten/neuen Leben zu wünschen.
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nightfalls Says:
August 10th, 2009 at 1:57 amDas Leben schreibt die besten Geschichten! Weiterhin alles Gute Kevin.
Soraya Homam rules!
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