Soraya Homam Soraya Homam

Und nun, nach all den wunderschönen Worten und Erinnerungen der bewundernswerten und außergewöhnlichen Soraya Homam liegt es an mir, dieses letzte Kapitel zu schreiben. Die letzten 9 Monate haben mein Leben verändert. Ein Leben, das urplötzlich und verfrüht zu enden schien, wie bei so vielen Menschen, die viel zu jung vom Krebs und Tumoren grausam aus dem Leben gerissen werden.

Nach Monaten der Strahlenbehandlung, die im Dezember 2008 begann, und einem täglichen Menu mit starken Medikamenten, stand ich nur noch mit „einem Chip und einem Stuhl“ da und dem Urteil, mich einer hochriskanten Gehirnoperation unterziehen zu müssen… als mein „letztes Out“. Aber dies war ein Risiko, das ich beinahe nicht eingegangen wäre, resigniert wie ich war, wollte ich mich nicht auf dieses große Alles-oder-nichts-Spiel des Lebens einlassen. Alles sprach gegen einen Erfolg.

Vor meinen Operationen im April, und in den Monaten vor und nach meiner extrem unangenehmen Strahlenbehandlung, wurde das Pokerspiel bei Full Tilt zu einer ungemein wichtigen emotionalen Stütze für mich… und wie ein kleiner Junge hielt ich mich daran fest. Gewissermaßen bettlägerig versuchte ich die immer stärker werdenden Kopfschmerzen mit einer konstanten Flut von Morphium-Cocktails zu überleben (mit Homer Simpsons kindischer Stimme “hmm  Morphium”)… und dann merkte ich, dass jedes Mal etwas ganz besonderes passierte, wenn ich mich bei Full Tilt einloggte.

Dort gab es eine wachsende Gruppe von regelmäßigen Full-Tilt-Besuchern, der ich mich immer zugehöriger fühlte, jeder von ihnen brachte in seiner eigenen unverwechselbaren Art etwas Besonderes und Eigenes in meine trostlose und abgestumpfte tägliche Existenz und Routine, obwohl keiner von ihnen niemals wirklich wissen oder vollkommen einschätzen können wird, welche enorme Auswirkung ihre Kameradschaft, ihr Beistand, ihr Witz und ihre Liebe für mein Leben hatten und immer noch haben.

Ich war nicht mehr allein.

Ich bin in meinem Leben gesegnet mit einer wundervollen, mich unterstützenden Familie und mit langjährigen Freunden, die mir alle auf das Eindrucksvollste beistanden in meinen schwärzesten Tagen…aber es war der tägliche Kontakt mit meinen pokerspielenden Freunden der mir ohne Zweifel am meisten geholfen hat….

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