Posted by Sascha Biorac | Filed under Allgemeines
Beim letzten Cashgame in Baden wurde wieder deutlich, wie interessant Omaha ist, weil die Siegchance nicht immer so deutlich ist, wie viele glauben.
In einer Hand waren zwei Spieler am Flop all-in. Der Flop war Qh Th 3c.
Spieler 1 hat Ac Ad Qs 2d
Spieler 2 hat Ah 8h Td 6d
Spieler 1 führt also mit einem Paar Asse, hat dazu noch Top Pair und den gleichen backdoor straightdraw wie Spieler 2 (KJ).
Spieler 2 hat das mittlere Paar und einen Flushdraw. Die 8 gibt ihm noch einen anderen backdoor straightdraw. Sonst hat er nichts.
Sieht eigentlich nach einer klaren Angelegenheit für Spieler 1 aus – zumindest für die meisten.
Wer ist aber eigentlich tatsächlich Favorit?
Ein Blick auf den Onlinerechner verrät uns:
Spieler 1 hat einen EV von 0.397
Spieler 2 hat einen EV von 0.603
Komisch, oder? Spieler 2 hat ja außer middle Pair und dem Flushdraw nicht wirklich eine tolle Hand.
Der Grund wird deutlicher, wenn man sich die Outs von Spieler 2 ausrechnet.
Er hat 9 Herzkarten für den Flush, dazu jede T, 8 und 6 für Trips, bzw 2 Pair. Das allein sind schon 16 Outs. Erschwerend kommt noch hinzu, dass Spieler 1 keine wirklichen Redraws hat, von A und Q einmal abgesehen (das sind gerade einmal 4 Karten). Sobald P2 also einen seiner Outs trifft, wird sich P1 schwer tun, die Hand noch zu gewinnen.
Wieder einmal ein Beweis dafür, dass man Asse beim PLO auch folden können muss, wenn die Beikarten nicht helfen.
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