Posted by Hans Martin Vogl | Filed under Allgemeines
Ein jeder wird vor ein paar Wochen die Diskussionen um die 800 Meter Läuferin Caster Semenya mitbekommen haben: bei der Leichtathletik-WM in Berlin siegte sie auf dieser Strecke und danach brandeten die Diskussionen auf.Gerüchte machten die Runde, dass Semenya eventuell intersexuell sei (umgangssprachlich: Zwitter). Als Indizien wurden die ungewöhnliche Leistungssteigerung innerhalb nur eines Jahres, die tiefe Stimme und das maskuline Aussehen genannt. Ein Startverbot lehnte der Leichtathletikverband IAAF ab, da, so eine Sprecherin, „keine Beweise“ vorlägen. Nach ihrem deutlichen Sieg in Berlin reagierte der Verband jedoch auf die zunehmenden Zweifel und ordnete zwei Tests zur Überprüfung des Geschlechts von Semenya an, die in Südafrika und Berlin ausgewertet werden sollen.
Noch immer wird auf die Ergebnisse gewartet – und egal wie es ausgehen wird – sowohl für die Sportlerin als auch für den Sport selbst ist diese ganze Diskussion wenig förderlich.
Beim Pokern sind wir da schon ein wenig progressiver und allen voran ein gewisser Abraham Kortotki, hier mal ein Bild von ihm:
Abraham war es nämlich, der sich letzte Woche gegen 260 Frauen in einem Ladies Event in Atlantic City durchgesetzt hat, am Ende den Pokal und dazu 20.982 $ Presigeld mit nach Hause nehmen durfte.
Die Gesetze sehen vor, dass niemand wegen seines Geschlechts ausgeschlossen werden darf und so kams zu seinem Start.
Daraufhin gab es hitzige Diskussionen um seine Teilnahme: die einen sagten es wäre eine Frechheit, dass ein Mann an diesem Event teilnimmt. Andere sagten, dies sei jetzt schließlich der Beweis, dass Männer besser Poker spielen als Frauen ( Anmerkung des Autors: dies ist nicht meine Meinung
) .
Und dann gibt es noch eine Gruppe – und der gehöre ich an – die sagt, dass es beim Pokern generell ein Käse ist, wenn man Ladies Events oder z.B. auch Seniorenevents anbietet.
Gerade beim Pokern kommt es – im Gegensatz zum Beispiel zur Leichtathletik – nicht im entscheidenen Maße auf die körperliche Robustheit an (wobei eine gute Kondition sicherlich nicht nachteilig ist) und es steht viel mehr das geistige Vermögen im Vordergrund.
Und von daher ist es meines Erachtens gerade in Zeiten der Emanzipation nicht sinnvoll beim Pokern zwischen Mann und Frau bzw. wegen des Alters zu unterscheiden.
Erfolgreiche Frauen wie z.B. Jennifer Harman machen es ja vor, dass man auch als Frau Erfolge feiern kann und es unabhängig vom Geschlecht ist.
Das gleiche gilt auch für Seniorenevents: Doyle Brunson ist ja geradezu das Paradebeispiel…bei High Stakes Poker sitzt er mit den young guns wie Durrrr oder Ziigmund am Tisch und zeigt ihnen immer wieder wo der Hammer hängt.
Und man stelle sich mal vor, dass man irgendwo ein “Mens-Only-Poker-Event” für unter 35-jährige bei der WSOP anbieten würde…Alice Schwarzer und die grauen Panther würden durchdrehen
Popularity: 5% [?]
Letzte Einträge
Leave a Reply
