Autor: Stephan Kalhamer | Gespeichert unter Allgemeines
Das diesjährige Mainevent hat begonnen! Ich sah mir die erste Stunde eines Tisches meiner Wahl an…
Hallo FTP Community,
an Tag 1b wird mein Freund und Kollege, Sven Lucha, an den Start gehen. Ich selbst habe mich für 1c, den Sonntag, entschieden. Doch zunächst gibt es ja den freien Tag 1a. Ich wollte mir ansehen, wie es anläuft, ein Gespür bekommen, wie die Stimmung ist. Vieles konnte ich in der kurzen Zeit sehen.
Erstens wird schnell gespielt. 37 Hände habe ich in 60 Minuten mitnotiert.
Zweitens ist das Starterfeld sehr bunt. Allein der kleine Mikrokosmos, in den ich eintauchte, bot höchst unterschiedliches Niveau.
Seat 1 gefiel mir am besten. Selbst für die Kamera war er nicht greifbar. Facettenreiches, variables Spiel gegen die richtigen Gegner.
Bei Seat 2 gefiel mir immerhin sein Jersey. Sein Spiel war klassisch weak: loose passiv. Zudem machte er in den nur 60 Minuten zwei technische Fehler. Einmal kannte er seine Jetons nicht und erhöhte aus Versehen, obwohl er nur callen wollte. Wenigstens muckte gegen das Autoreraise seines Gegners dann konsequent. Ein anderes Mal dachte er, die gespielte gegnerische Raise wäre günstiger und “zahlte”. Als er über den vollen Preis aufgeklärt wurde, muckte er. Seine Anzahlung blieb natürlich im Pot.
Seat 3 stand wenig nach. Er schaute immer sofort nach Erhalt seine Karten an und verriet über eindeutige Gesten, wann er spielen wollte und wann nicht. Ich bin sicher, dass man bereits nach wenigen Stunden und ein paar lehrreichen Showdowns seine Ranges und Actions entschlüsselt hätte.
Seat 4 gefiel mir technisch gut. Allerding hatte ich das Gefühl, dass er zur Ungeduld neigt. Er haderte bei verlorenden Spielen sichtlich, trägt „Wiedergutmachungsgedanken“ in sich. Wenn man Glück hat, ist ein solcher Spieler nach wenigen Stunden schon „reif“. Doch das Event dauert ja Tage. Schon seltsam, dass er sich das antut…
Seat 6 ist Alex Jagodik, der Captain des Pokerteams einer Wettbewerberseite. Relaxt genoss er die erste Stunde dieses Events, baute seinen Stack mit konsequenten Valuebets aus.
Seat 7 kam spät, ich konnte mir kein rechtes Bild machen. Ebenso Seat 8.
Seat 9 halte ich für einen klassischen tight aggressiven Spieler. Er lies sich auf nicht viel ein, tauchte im Schatten des Dealers unter. Surebet auf Day 2, bliebe abzuwarten, wie er spielt, wenn er damit anfängt…
Im nächsten Update bereite ich euch die Facts aus Day 1a auf. Mikro heute, Makro morgen also. Bis gleich…
Zahler zocken – Könner kalkulieren
Stephan M. Kalhamer
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