Autor: Thomas Bihl | Gespeichert unter Allgemeines
Viele Leser werden sicherlich den Film “Und täglich grüßt das Murmeltier” kennen. Und für mich ergeben sich bei der WSOP 2009 doch einige Parallelen zum Film.
Wieder Tag 2 “erreicht”, wieder durchaus gute Chips, wieder kein Fortüne als es darauf ankam und wieder kein Preisgeld. Und damit wieder eine saftige Enttäuschung.
Aber der Reihe nach: Mein Starttisch sah wie folgt aus: Bihl 13.300, Morrella 8.800, Kontaratos 8.600, Pescatori 18.300, Sheikhan 15.100, Longson 14.900, Duke 15.100, Ravitch 17.100
Einige “Big Names” die aber nicht unbedingt Razz Experten sind und insgesamt war ich nicht unzufrieden dem Tisch. Gut auch das ich den IPod dabei hatte, Ober-Unsymphat Sheikhan ist sonst kaum zu ertragen. Sein halber Wortschatz besteht aus dem F-Wort die andere Hälfte aus dem Wort Mother-F. Trotzdem darf der gute Mann endlos vor sich hinfluchen, die Amis messen mal wieder mit (mindestens) zwei Mass.
Weniger zufrieden war ich mit meinem Blatt zunächst ging es abwärts ehe ich mich stabilisieren konnte und schließlich sogar auf 20K ausbaute und damit fast im Schnitt lag. Bei 70 verbleibenden Spielern also beste Aussichten. Unser Tisch wurde aufgelöst und am neuen Table sass ich unter anderem mit Jeffrey Lissandro und David Chiu. Dann kam die Key Hand:
Ein Random Player completed mit (??)4, Lissandro callt mit (??)4, ich überlege, calle dann “nur” mit (35)2 und hinter mir ist auch noch David Chiu mit dabei (??)4.
Auf der vierten Strasse checkt Chiu (??)46 zu meiner/allseitiger Überraschung, Random checkt, Lissandro (??)48 checkt und ich (35)2Q selbstverständlcih auch.
Auf der fünften Strasse spielt Lissandro (??)48T an, ich raise (35)2QA, Chiu und Random folden. Lissandro meint “Du musst also einen starken Draw haben”, ich antworte “Nein ich denke meine Q ist in Führung” und grinse. Wie sich später herausstellt hat er (26) im Loch und ich bin damit 60/40 Favorit!
Auf der sechsten Strasse brickt Lissandro mit +K, für mich pairt sich leider die offene 2. Lissandro versucht nun unter zurhilfenahme seiner Finger meine Outs auszurechnen was ihm aber nicht gelingt, als nun 56/44 Favorit checkt er, ich checke natürlich behind. Hätte sich hier wenigstens die verdeckte 3 oder 5 gepairt hätte ich wenigstens bluffen können, eine 4,6,7,8 hätten mir die Nuts gegeben eine 9 oder T die Führung.
Auch die siebte Strasse verpasst er und checkt zurecht, ich kann nun mit jeder 4 oder 6 oder 7 oder 8 oder 9 oder 10 gewinnen darf mir aber den Herz Buben angucken. Traurig, einfach nur traurig.
Das sind bei hohen Blinds halt einfach die Key Pötte die man ziehen muss, insbesondere als 60/40 Favorit. Nach dieser Hand war die Luft raus wie aus einem geplatzen Fahrradreifen und ich bustete kurz darauf mit (84)2 gegen (35)7.
Nun ist nochmal Pause dann steht der Höhepunkt an, das $50K Horse. Vielleicht ist mir dort dann ja mal das “Glück” hold wenn es darauf ankommt…
Ciao, Buzzer
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