Christoph Wolters Christoph Wolters

Das engagierte Dortmunder Pokerteam gehört seit Jahren zu den Vorreitern in der deutschen Pokerszene. So hatte man hier bereits vor 10 Jahren eine Turnierwoche mit einem 6.000 DM Buy-In-Turnier.

Die Cashgame-Abteilung gehörte seit jeher zu den Größten. Natürlich waren wir Stammspieler nie vollends zufrieden mit der Leistung des Casinos. Die Gebühr der Spielbank war viel zu hoch und ein anfängliches „Zwangstrinkgeld“ wurde erst nach jahrelanger Beschwerde auf ein erträgliches Maß gesenkt.

Die Mitarbeiter der Pokerabteilung setzten sich stets für die Spieler ein, und sind somit ein wesentlicher Grund des Erfolgs. Ihnen wurden jedoch von Anfang an Steine in den Weg gelegt. Poker gehörte nie zu den „klassischen“ Spielen der ach so eleganten, eloquenten, seriösen Spielbankwelt in Deutschland. Wichtige Entscheidungen wurden teilweise ohne Nachfrage der Spezialisten aus der Pokerabteilung vom Management gefällt. Vorschläge der Pokerabteilung abgeschmettert.

Erst jetzt, wo auch der letzte deutsche Spielbankmitarbeiter erkennt, dass Poker ein wachsender Markt ist unter rückläufigen Casino-Spielen, entscheidet man sich zu handeln. Und wie? Rrrrrichtig, erstmal neue Besen, die kehren ja bekanntlich gut. Es wird kurzerhand Personal aus dem Casino in Oeynhausen beordert. Erster Coup…. die EPT in Dortmund wird kurzerhand vom Oeynhausen-Team geleitet. Wie man mir berichtete Chaos total. Bravo, also weitermachen.

Jetzt wird alles umgekrempelt. Die Tische werden neu aufgestellt, so dass sich die Karten in den dahinter liegenden Fenstern spiegeln. Und die Gastronomie tut sich schwer… warum wohl? Service oder Qualität verbessern? Nö… Zwangsverköstigung. Kein Scherz. Im Auftrag der Spielbankleitung wurden Gutscheine für den hauseigenen Gänseexpress im Wert von 79€ in den Preispool aufgenommen. Jedoch ohne Vorankündigung und auch nicht als Spende, sondern das Geld wurde dem Preispool entnommen. 11.Platz? Herzlichen Glückwunsch, eine Gans der Herr !!!!!

Angeblich sollten auf diese Weise während der Turnierwoche über 100 Gänse an den Mann gebracht werden. Ein Spieler der die Annahme verweigerte, da in der Ausschreibung nicht darauf hingewiesen wurde wartet seit einer Woche auf sein Geld.

Zum Mittwochsturnier mit 81Spielern wurden dann auch 2 Servicemitarbeiter der Gastrotochter eingeteilt. Wahnsinn.

Ich wünsche dem neuem Team viel Glück, meine Kritik geht nicht gegen Sie, sondern den absurden Entscheidungen im Management deutscher Spielbanken. Besonders Leid tut es mir um einen Mitarbeiter der ersten Stunde. Er war nicht nur engagiert sondern auch noch Regelsicher und Entscheidungsfroh. Leider ist er auch noch mündig – seine Kritik an die Herangehensweise hat ihm eine Versetzung zum kratzen am Roulette eingebracht. So wie mir, wenn ich Pech habe, dieser Blog eine lebenslange Sperre bei Westspiel einbringt…

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