Posted by Hans Martin Vogl | Filed under Allgemeines
Immer wieder werde ich gefragt, ob man beim Onlinepoker überhaupt Tells der Gegner erkennen – so wie es beim Livepoker der Fall ist – und dadurch den Gegner besser lesen kann oder ob es beim Onlinepoker nur “ums Glück” geht…
Die Einschätzung, dass Onlinepoker nur glücksabhängig ist, kann natürlich jeder erfahrene Spieler gleichmal weit von sich weisen. Die mathematische Komponente ist ja zu 100% identisch mit dem Livepoker, wir spielen ja auch das gleiche Spiel.
Da man den Gegenüber online natürlich nicht sieht im Gegensatz zum Livepoker und z. B. das Zittern, das Pochen der Halsschlagader oder das nervöse Zucken logischerweise beim Onlinepoker nicht erkennen kann, muss man sich online anderer “Tells” bedienen.
Bevor ich in den nächsten Blogeinträgen auf einzelne Onlinetells näher eingehen werde ist es interessant zu erläutern, was man unter einem Tell überhaupt versteht.
Ein Tell ist grob gesagt die unbewusste Preisgabe von Informationen über die Stärke einer Hand bzw. auch über die eigene Gemütslage oder das aktuelle Wohlbefinden.
Aus diesen Informationen versucht man dann die bestmöglichen Schlüsse zu ziehen, diese in das eigene Spiel einfließen zu lassen und dadurch einen Vorteil gegenüber seinen Gegnern zu erlangen.
Natürlich ist bei diversen Tells eine weiter Interpretationsspielraum möglich, da der Informationsgewinn natürlich auf subjektiven Eindrücken beruht und der eine wird etwas so interpretieren und ein anderer unter Umständen komplett das Gegenteil.
Aber gerade das ist ja das schöne am Pokern: es ist Raum für alle möglichen Strategien, Ansätze und Einschätzungen und es wird niemals DEN einen Königsweg geben und defintiv auch nicht im Bezug auf Tells.
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