Posted by Stefan Rapp | Filed under Allgemeines
Für mich ist es faszinierend, wie schnell sich die Haltung unserer Gesellschaft zu gewissen Themata ändern kann. Und ich spreche hier nicht von Politik (auch wenn mir nach dem Wahlsonntag auch hierzu einiges auf der Zunge brennt), sondern von Poker.
Als ich um die Jahrtausendwende mit dem Poker begann, hielt sich die Begeisterung meiner Umwelt noch sehr in Grenzen. Daher musste ich oft genau abwägen, wem ich überhaupt von meinem Hobby erzählen sollte. Die meisten konnten mit Begriffen wie „Poker“ oder gar „Texas Hold’em“ ohnehin nichts anfangen. Wenn ich schließlich jemandem davon erzählte, wurde ich im besten Fall ungläubig angeschaut, oder milde belächelt.
Jetzt, nur 8 Jahre später, stellt sich ein ganz anderes Bild dar. Poker ist gesellschaftsfähig geworden! Viele verfolgen Pokersendungen im TV oder spielen im privaten Kreis, und Pokerveranstaltungen wie die MEC ziehen tausende Menschen an. Mittlerweile muss ich nicht mehr für das Pokern rechtfertigen, sondern die Leute kommen sogar auf mich zu, und stellen interessiert Fragen wie: “Mit welchen Stars bist du schon am Tisch gesessen? Wo fährst du als Nächstes hin? Oder: Wie hättest du diese Hand gespielt? Kaum einer ist noch nie mit Poker in Berührung gekommen, und war die Haltung der Meisten gegenüber Poker bis vor kurzem noch abwehrend, so ist sie jetzt interessiert oder manchmal sogar euphorisch. Diese Entwicklung hätte ich mir zu Beginn meiner „Pokerkarriere“ nie träumen lassen. Als Pokerspieler gehört man heutzutage ja beinahe schon zum „Establishment“.
Euer Stefan
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