Posted by Sascha Biorac | Filed under Allgemeines
Wer sie noch nicht versucht hat, sollte es dringend einmal wagen.
Online ist die Action meist etwas geringer als bei live-Spielen. Dafür spielt man ja auch deutlich mehr Hände, insofern ist das auch in Ordnung.
Was aber viele Hände plus starker Action kombiniert bedeuten, kann man online bei den CAP-Tischen beim PLO erfahren.
40 Big Blinds sind das Maximum, was man pro Hand investieren kann. Deshalb ist man auch entweder nicht mehr in der Hand, oder meistens nach dem Flop all-in.
Wichtig ist hierbei auch vernünftige Hände zu spielen. Action gibt es ja danach genug, also sollte man etwas haben um gegenhalten zu können.
Varianz ist logisch ordentlich dabei, wobei man schnell viele Hände und races hintereinander spielen kann und deshalb den Glücksfaktor schneller abhaken kann, als an Tischen mit 100 BBs.
Mit Assen ist es bei solchen Tischen meist ein Auto-Raise an jeder Street. Natürlich sollte man am Flop entscheiden, ob man weiter spielen kann.
Ein Beispiel:
An einem $5/10 PLO Cap-Tisch bekomme ich am Button QT97 mit 2 Herz.
Spieler UTG macht sein Standardraise auf $30, ich calle am Button. Der SB raised nun auf $130. Damit ist es offensichtlich, dass er zu 99,99% Asse hat, weil es ein CAP-Tisch ist. UTG callt. Ich calle auch, weil ich weiß, dass die Asse recht sicher den Flop anspielen werden und er damit all-in ist. Der Pot wird mit meinem Call $410 am Flop. Ich kann als letzter am Button entscheiden, ob ich meine restlichen $270 (damit das $400 CAP erreicht ist) hineinstelle und bekomme meist den richtigen Preis, wenn ich auch nur einen guten Draw floppe.
Der Flop kommt 876 mit zwei Pik. Abgesehen von dem möglichen Flushdraw ist er perfekt für mich. Wie erwartet stellt nun der SB rein. Im schlechtesten Fall hat er Asse und einen Pikflushdraw. UTG callt nun auch.
Und hier ist der Unterschied zum normalen Tisch. Beim CAP ist man aber all-in und muss sich keine Gedanken mehr machen, ob noch Scarecards kommen und wie man die nächsten Straßen spielt.
Ich calle, weil ich garantiert genug ev habe, selbst wenn ich gegen eine Straße plus Flushdraw oder Straße plus Drilling laufen würde. Aber natürlich haben die Gegner hier nicht immer so etwas wovor man sich fürchten muss.
In meinem Fall: SB hält AAT8ds, hat ein Overpair und die 8 plus einen Gutshot mit der 9 um die Hand mit mir zu splitten. Kein Flushdraw.
UTG hält Q876ds hat drei Paare gefloppt und einen Full House Draw.
In meinem Fall hatte ich einen EV von 69,4% und praktischerweise auch die Hand gewonnen.
Position ist hier deshalb an diesen Tischen genauso wichtig, weil ihr am Flopp entscheiden könnt, ob der größte Teil von eurem Geld in die Mitte wandern soll.
Popularity: 17% [?]
Letzte Einträge
- Oft ist eine gute Hand besser als eine sehr gute
- Live Tells #13
- Online PLO-Cap Tische bei Full Tilt
- Kein Seefeld – dafür online grinden
- Durrrr-Challenge bei über 7k Händen
Leave a Reply
