Autor: Michael Berkholz | Gespeichert unter Allgemeines
Sachen, über die man sich online keine Gedanken machen muss:
Eine Szene aus einer aktuellen ESPN-Folge des Main Events.
Estelle Denis aus Frankreich reraist als Shorstack pre-Flop all-in.
Der Dealer – in einem Anflug von geistiger Umnachtung – schiebt ihre Karten in den Muck.
Sie kann es nicht fassen, will ihre Karten zurück haben und rennt zum nächsten Offiziellen, flüstert ihm ihre Hand ins Ohr. Der geht zum Tisch, sagt dem Dealer, dass er nichts machen soll, und der berührt prompt danach die Karten und verdient sich zu Recht einen Anschiss. Die Umnachtung hält wohl noch an.
Der Floorman schaut unter zwei Karten, die in der nähe des Mucks liegen, aber keiner weiß wohl mehr ob das Estelles Karten sind oder nicht. Scheinbar sind sie es nicht, weil er den Kopf schüttelt.
Dann das harte aber leider logische Urteil: Die Hand ist tot. Sie bekommt alle Chips wieder, bis auf die Menge, die für den Call gereicht hätten.
Brutal, wenn so etwas passiert und dann noch spät im Main Event.
Sie behauptet danach, sie hatte Asse und spricht in süßem französischen Dialekt aus, was wohl jeder am Tisch dachte: “Sis is a joke!”
Was lernen wir daraus? 1. Online spielen und 2. beim Live-Spiel entweder einen Cardprotector dabei haben oder seine Karten so fest halten, damit der Dealer nicht auf dumme Gedanken kommt.
Estelle hat es trotz dieser Szene immerhin auf Platz 203 des Main Events gebracht. Chapeau dafür.
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