Markus Golser Markus Golser

Gestern habe ich beschlossen, mal wieder einen turnierfreiern Tag einzulegen, habe ausgeschlafen, mir ein Essen aufs Zimmer kommen lassen und ein bisschen ferngesehen.

Als ich dann gegen 24 Uhr meinen Computer eingeschalten habe, um zu sehen, was Online so los ist, sehe ich „LadyMarmelade“, den größten Potlimit Omaha Verlierer in diesem Jahr. So eine Chance kann man sich nicht entgehen lassen. Ich habe mich also in diese Partie gesetzt, ohne darüber nachzudenken, was ich am nächsten Tag geplant habe.

Gerade mal fünfzehn Minuten später, hatte ich schon drei Buy-ins verloren gegen drei und vier Outs. Letztendlich bin ich bis 5 Uhr morgens vor meinem Laptop gesessen und habe dann mit einem kleinen Plus aufgehört und bin gleich schlafen gegangen. Den Wecker habe ich zwar auf zehn Uhr gestellt, hab es aber einfach nicht geschafft nach dieser durchspielten Nacht aufzustehen. Aufgestanden bin ich dann um 12:15 und keine Stunde später saß ich schon im Potlimit Omaha Turnier für 1.500 Dollar Buy-in.

 

Gleich zu Anfang konnte ich mich verdoppeln und meinen Stack weiter ausbauen. Bei einem Schnitt von 6.000 hatte ich zu diesem Zeitpunkt etwa 10.000 in Chips. Dann kamen allerdings zwei Pötte die ich nicht gewinnen konnte, in denen ich Asse mit einem Suit in meiner Hand hielt, was mich etwa 8.000 gekostet hat. Kurz darauf bin ich mit einer 15 Outs Drawing Hand All-in gegangen, habe nicht gekauft und damit war mein erster PLO-Auftritt in Vegas auch schon wieder Geschichte.

Mittlerweile hatte auch das Limit Hold’em Turnier zu 2.000 Dollar schon begonnen. Kurz habe ich überlegt, ob ich mich überhaupt einkaufen soll, da ich die Nachwehen der letzten Nacht noch spürte, aber was soll’s – auf ging es zur „Registration“ und in ein neues Turnier.

 

Ich muss ehrlich sagen, dass es besser gewesen wäre, ich hätte dieses Turnier ausgelassen und mich für das 3.000 Dollar H.O.R.S.E Turnier am nächsten Tag auskuriert, denn nach etwa 3 ½ Stunden war auch dieses Turnier für mich gelaufen, ohne das ich auch nur einen einzigen Pot gewonnen hätte.

 

Ich machte mich also auf in mein Hotel und in meinem Kopf schwirrte wieder einmal die Erkenntnis, dass man ohne Schlaf nur sehr schwer ein Turnier spielen kann, denn wäre ich im Turnier geblieben, hätte ich ja locker zwölf Stunden spielen müssen, und das ist kein Klax.

 

Deshalb ein kleiner Tipp an alle meine lieben Leser: solltet ihr vorhaben mal nach Vegas zur WSOP zu fliegen, geht es relaxt und ausgeglichen an, denn sonst hat das ganze nur wenig Sinn.

 

In diesem Sinne, werde ich mich jetzt mal ausruhen, für das morgige H.O.R.S.E Event, und euch natürlich danach wieder Bericht erstatten, wie es für mich gelaufen ist.

 

Euer Markus Golser/jumper17.com

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