Erich Kollmann Erich Kollmann

In diversen Büchern und Strategieartikeln liest man immer wieder über Slowplay.

Man soll mit einer starken Hand so tun als ob man schwach sei um die Gegner auf eine falsche Fährte zu locken. Damit rechnet niemand mit einer starken Hand und bezahlt den Spieler aus.
Doch das Problem hierbei ist einfach: wenn man mit starken Händen langsam spielt, warum sollte man dann mit schwachen Händen schnell spielen? Denn wenn man einen bluffen starten möchte, gehen diese selten auf weil die Gegner wissen, dass man mit starken Händen eher langsam spielen würde. Das ist der eine große Nachteil von Slowplay.

Der zweite Nachteil ist, dass man häufig nicht gut mit Slowplay ausbezahlt wird. Denn wenn man keinen großen Pot aufbaut, sondern nur checkt und callt um eine Falle zu stellen, kommt der Gegner günstig aus der Hand und ist noch lange nicht committed. Außerdem bleiben die Pots meist auch klein und man gewinnt mit einer starken Hand viel zu wenig.

Also, Slowplay ist nur selten die beste Taktik. Eigentlich nur dann wenn man genau weiß, dass der Gegner gerne selbst aggressiv vorgeht und große Pots aufbaut. Dann ist es sinnvoll ihm glauben zu machen, dass seine Hand stark ist und er for value bettet obwohl er weit hinten liegt…

Viel Erfolg auch ohne Slowplay,
Euer Coolman

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