Erich Kollmann Erich Kollmann

Erst letztens hatte ich eine angeregte Diskussion über Suited-Connectors. Wir waren uns einig, dass sie viel Ärger verursachen, weil sich viele in diese Hände verlieben und zu lange in der Hand bleiben.

Anreger der Diskussion war ein Spieler, der vor dem Flop einen Reraise bezahlt hat ohne schon einen einzigen Chips im Pot zu haben. Am Flop bezahlt er wieder eine Bet in Höhe des Pots, am Turn wurde sogar gecheckt und am River bezahlt er wieder eine Bet in Potgröße weil er dachte eine Chance zu haben. 

Das Board sah wie folgt aus: 56K29 und er hielt 98 ohne Flushmöglichkeiten und verlor gegen AK. Er bezahlte also erstmal vor dem Flop mit 98 – naja. Dann auf dem Flop eine große Bet mit einem Bauchschuss – schlecht, nicht mehr naja. Am Turn checkte er – ohne Zweifel sein bester Zug! Und am River bezahlt er nochmal eine große Bet mit dem zweiten Paar – wieder höchstens naja. 

Er verlor mit dieser einen Hand eine Menge Geld und ich fragte mich was ihn dazu verleitet hat.  Aber man darf sich doch fragen warum… 

Eigentlich waren wir uns sehr schnell einig, dass Suited Connectors von den meisten Spielern überschätzt werden. Sie sehen zum Beispiel wie Daniel Negreanu in einer Fernseh Pokerrunde 65 aggressiv spielt, seinen Straight trifft und ein Paar Asse zum Fall bringt. Dass er dafür aber ca. 50 Flops sehen muss und die anderen 49 Male folden darf weil er nichts getroffen hat, wird im TV natürlich nicht gezeigt – klar, wäre sonst auch langweilig. 

Also irgendwie scheinen Suited Connectors beliebter zu sein als es ihnen zu steht und das mag eine der Erklärungen sein. Ich für meinen Teil kann nur empfehlen diese Hände für das zu halten was sie sind: eine Drawing Hand. Und 87 bleibt erstmal Acht hoch, da kann es noch so suited und connected sein.

 
 

 

 

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