Sascha Biorac Sascha Biorac

Ihr wettet deutlich mehr als der Pot groß ist. Wann bekommt ihr einen Call?

Im Idealfall habt ihr davor bei gleicher Wette einen Bluff gezeigt, wenn ihr jetzt wollt, dass euer Gegner callt. Warum macht man sonst eine?

Fall 1: NLH 6 Spieler Blinds $25/$50.

Spieler UTG macht ein Minraise UTG, ich raise mit QQ in UTG+1 auf 375 und UTG callt.

Flop: QJ7 mit 2 Karo.

UTG checkt, ich wette $600 in den $825 Pot und mein Gegner schiebt mal kurzerhand all-in für $7655!!!

Sieht mit dem möglichen Flush und Straightdraw nach Varianz aus, wenn ich calle. Aber nachdem die 7 in Karo war, gab es auch keinen Straightflushdraw.

Und was zeigt er am Ende? QJ !! Turn und River war jeweils eine 8.

Dachte er ich habe eine Overpair und würde damit callen? Oder sind ihm seine Top Two Pair einfach so viel wert? Die Hand ist danach normalerweise beendet, weil ich wohl kaum mit AQ in diesem Spot callen würde.
Die Overbet ist also nicht sonderlich sinnvoll, weil er nur gecallt wird, wenn er die schlechtere Hand hat.

Ein Raise am Flop wäre schon in Orndung gewesen, aber dann im Bereich zwischen $1300-$2000 oder je nach Gegner auch noch ein bisschen mehr. Wobei wenn er es mit seinem Stack hier übertreibt ist er auch zu schnell committed.

Die Frage ist natürlich in diesem Fall, ob er nicht sowieso all seine Chips verloren hätte, wenn wir die Hand brav bis zum River gespielt hätten. Trotzdem verliert er langfristig Geld von unterlegenen Händen, die es aus dem Pot drängt. Ein einfacher Flushdraw mit einer Overcard wird da sicher nicht callen, also verpasst er die Chance für seine vermeintlich gute Hand Geld zu bekommen.

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