Erich Kollmann Erich Kollmann

Zurzeit häufen sich ja wieder die Schlagzeilen: Ziigmund verliert über 2 Millionen an einem Tag, Durr gewinnt einen Pot über eine Million und so weiter und so fort.

Es ist ja eigentlich nichts Neues und jeder normale Mensch fragt sich natürlich was das soll. Nun, ich bin selbst Pokerprofi, das auch noch bei Full Tilt wie Ivey, Antonius und Co. Aber auch für mich ist das nur noch unbegreiflich. Ich will jetzt nicht darüber diskutieren wer sich das überhaupt leisten kann. Ich denke, dass wahrscheinlich niemand, vielleicht mit Ausnahme von Ivey die richtigen Bankrolls für solche Späße haben. Anscheinend sind inzwischen auch 1 Mio Dollar Coinflips angesagt, naja…

Die große Frage ist warum sie sich das alle antun. Hier scheint es nur ums Ego zu gehen, denn sonst ist das nur schwer zu erklären. Man möchte halt auch mal mitmischen und es ist sicher ein cooles Gefühl wen Tausende dabei zusehen. Für jeden, der das nicht unbedingt braucht kann ich nur empfehlen auf kleineren Limits zu bleiben, nämlich da wo er sich wohlfühlt. Klar könnte es sein, dass man auf einem höheren Limit auch seine Hourly Rate verbessern kann, keine Frage. Aber man verdoppelt meist auch die Swings.

Man braucht nicht nur die doppelte Bankroll für ein einziges Limit das man höher spielt, sondern hat auch mit wesentlich größeren Swings zu kämpfen. Wer genug Millionen hat und ruhig schlafen kann nachdem er 2 Millionen in den Wind geschossen hat, dem mag das egal sein. Aber jemand der damit nicht leben kann sollte ernsthaft überlegen nicht einfach ein Limit nicht aufzusteigen und bei dem derzeitigen Limit zu bleiben auch wenn er auf einem höheren Limit etwas mehr verdienen könnte.

Was ich damit sagen will: Beim gewählten Limit geht es nicht nur um den Erwartungswert den man da hat, sondern auch um den Komfort. Wenn man sich auf einem höheren Limit nicht wohl fühlt, zum Beispiel weil die Swings größer sind, sollte man einfach die Finger davon lassen. 

Also, bleibt locker.
Euer Coolman

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