Stephan Kalhamer Stephan Kalhamer

Hallo FTP Community,

ist es Glück, wenn der Big Blind nicht attackiert wird? Wenn man dann zwei Paare trifft? Am Turn ein Full House daraus wird? Am River dann eine einzelne Karte eine Straße komplettieren kann und somit auch noch Action möglich wird? Fragen wir mal Daniel Drescher…

Er wurde jüngst 45. und damit ITM bei der EPT London für die 730 Spieler gestartet waren. Mit etwa 20 Big Blind sah er umsonst zwischen der den Small Blind auffüllenden Annette Obrestad und einem Daniel covernden UTG-Limper einen Flop von 9-6-5. Damit trifft Daniel mit 65 Bottom Two.

Er lauert auf ein Check-Raise, doch es wird durchgecheckt. Am Turn erscheint eine 6, Daniel macht ein Boat und spielt etwa ¾ Pot an. UTG bezahlt. Annette foldet. Als der River eine 7 bringt, hilft die nackte 8 zur Straße und Daniel feuert sich selbst kommitend.

Er kann hier den Eindruck erwecken, selbst die Straße vorzugaukeln und damit einen Kontrollcall induzieren. Besser noch träfe es ihn, wenn der Gegner selbst “einen auf 8″ machte (egal ob er sie dann auch hat oder nicht) und All In spräche. Genau so geschah es auch. Und Daniel callte furchtlos, ja glücklich.

77 bei UTG und 45. Platz ist das Ende der Geschichte. Tun kann man nichts. Außer sich erneut vergegenwärtigen, dass es so undenkbar viele Möglichkeiten gibt, letztlich doch Pech zu empfinden, obwohl doch so lange so viel gut gelaufen ist.

Und genau  darauf sollte man dann auch focusieren: Good Job, Daniel. ITM und ein heroisches Ende. Was will man mehr? Nun gut, ein heroisches Ende als Runner Up wäre mit 530.000 britischen Pfund schon deutlich anders bepreist…

Zahler zocken – Könner kalkulieren

Stephan M. Kalhamer

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