Autor: Hans Martin Vogl | Gespeichert unter Allgemeines
den bestraft das Leben”, das ist wohl das bekannteste Zitat von Michail Gorbatschow.
Und was im “richtigen” Leben gilt, das gilt natürlich auch beim Pokern.
Gestern kam es vor dem Amazon Room an den Registrierungsschaltern für das Main Event anscheinend zu tumultartigen Szenen, weil die Registrierung für das Main Event geschlossen wurde, nachdem offensichtlich alle noch verfügbaren Plätze vergeben worden sind. Ausverkauft wurde gemeldet!
Laut diversen Medienberichten sollen noch einige hundert Spieler vergeblich auf ein Ticket gehofft haben, sich mit Offiziellen unterhalten haben, ob nicht evtl ein Tag 1e kurzfristig eingeführt wird oder einfach die Teilnehmerzahl an Tag 1 d zusätzlich erhöht wird.
Aber eben auch im Rio Hotel – trotz der irrsinnigen Größe des Amazon Rooms und der danebenliegenden Ausweichräume wie z.B. Miranda Room – ist die Kapazität einmal erschöpft und wahrscheinlich war es organisatorisch nicht machbar, einfach einen Tag 1 e anzufügen.
Insgesamt waren es dann an Tag 1 d “nur” 2809 Spieler, die am Start waren und nicht 3000, wie ich gestern in meinem Blogeintrag geschrieben habe. Ein wenig verwunderlich ist das schon, denn laut dem offiziellen Schedule der WSOP ( siehe hier ) ist der CAP pro Tag bei 3000 Spielern…und dass trotz Nachrückerliste “nur” 2809 Spieler am Ende ihr Glück versuchen durften ist die Frage.
Aber nun gut, die Verantwortlichen der WSOP bzw von Harrahs blieben konsequent und verzichteten dabei wahrscheinlich auf auch eine Stange Geld, die an entgangenen Fees durch die Lappen gingen und indirekt auch bessere Marketingmöglichkeiten, die durch eine höhere Teilnehmerzahl zu erreichen gewesen wäre.
Einige werden den Offiziellen sicherlich mangelnde Flexibilität vorwerfen in ihrem Verhalten, aber ich sehe das nicht so.
Ich finde die Konsequenz gut, hatten doch die Spieler über Monate hinweg Zeit sich rechtzeitig anzumelden und sich ihre Startplätze zu sichern.
Traditionell ist der Tag 1 d einer der am stärksten frequentierten Starttage und irgendwann kann es dann auch eben mal vorkommen, dass alles ausverkauft ist ( auch wenn das noch nie zuvor der Fall war beim Mainevent, aber einmal ist ja bekanntlich immer das erste Mal…)
Unter den “Opfern” waren auch viele bekannte Namen: T.J. Cloutier, Patrik Antonius, Ted Forrest oder Mickey Appleman, der nach 30 Jahren zum ersten Mal ein Main Event verpasst. Von ihm gibts auch ein schönes Interview bei hochgepokert, wobei da so viel Pathos mitschwingt, dass man meinen konnte er hätte seine eigene Hochzeit verpasst…
Nun gut, was lernen wir daraus bzw was sollen die “Leerausgegangenen” davon mitnehmen: früh anmelden, wenn man an Tag 1 d ran will oder halt einfach an einem anderen Starttag sein Glück versuchen…an Tag 1 b waren es ja nur knapp über 800 und da wäre genug Platz gewesen.
Und ganz wichtig: nicht die Schuld bei anderen suchen, sich an die eigene Nase fassen kann nix schaden… und wenn man seinen Wohnsitz in Las Vegas hat bzw schon die ganze WSOP über vor Ort ist, dann wäre ja Zeit genug für die Registrierung gewesen und man hätte es nicht auf den letzten Drücker machen müssen.
Aber wie heißt es so schön: Shit happens
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