Erich Kollmann Erich Kollmann

Wenn man sich hauptsächlich auf das Internet konzentriert, ist das Ganze ebenso mit sehr viel Disziplin und auch Arbeit verbunden.

Gegner werden beobachtet und analysiert. Der Rechner wird nächtelang nicht abgeschaltet, um genaue Informationen von allen wichtigen Dingen zu bekommen.
Die Selbstkontrolle hilft einem sicher sehr viel weiter, die richtigen Limits mit den richtigen Gegnern zu spielen und rechtzeitig aufzuhören. All diese Komponenten machen einen guten Internet-Gambler zu einem erfolgreichen Zocker.
Beim Live-Cash-Game spielt ebenfalls die Erfahrung eine große Rolle, denn live und Internet unterscheiden sich sehr, und so manch ein erfolgreicher Internetspieler hat sich an den alten Hasen die Zähne ausgebissen.
Der zweite Mosaikstein eines Profis ist das Geld-Management. Dieser Aspekt ist eng verknüpft mit der Disziplin. All zu oft ist man der Versuchung ausgesetzt, bei negativen Sitzungen mit den Limits immer höher zu gehen, und genau das ist der falsche Weg.
Man sollte die Limits aussuchen, die seiner Bankroll angepasst sind und diese strikt einhalten. Auch ich habe damit einige Fehler gemacht und manchmal zu hoch gespielt. Speziell im Internet ist die Versuchung groß, doch darf man nie über seine Verhältnisse spielen.
Die Turniere wollen gut ausgewählt sein, die Angebote sind enorm und vielfältig. Doch auch hier sind Pausen gut, um sich wieder zu erholen. Denn speziell bei sehr großen Events ist die körperliche und geistige Anstrengung sehr groß, und so kommen wir zu den nächsten Eckpfeilern eines Pokerprofis die einen großen Wert darstellen.
Die Psyche und Physis sind ein großer Bestandteil eines jeden Profis. Doch gerade der körperliche Zustand lässt bei vielen Profis zu wünschen übrig. Ich beobachte sehr oft, dass meine Gegner bei längeren Turnieren müde werden, die Konzentration verlieren und dann Fehler machen. Man wird nie einen Titel gewinnen, wenn man am Pokertisch vor sich hin schlummert …
Solche Turniere dauern bis zu 14 Stunden am Tag und ein Fehler bei No Limit Hold’em genügt und das Event ist Geschichte. Um das zu vermeiden, sollte man sich vor diesen Veranstaltungen gut vorbereiten und nichts dem Zufall überlassen.
Doch auch vor dem Computer heißt es oft, sich die Nächte um die Ohren zu schlagen. Hier ist dann ebenfalls eine gute Fitness gefragt. Ich kann auch beobachten, dass viele von den jüngeren und erfolgreichen Spielern sehr viel Wert auf die körperliche Fitness legen und damit einen Ausgleich zum Pokern haben….Teil 4 folgt…

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