Hans Martin Vogl Hans Martin Vogl

Ein immer wieder gern diskutiertes Thema bei Pokerspielern sind die eigenen Zielsetzungen.

Der eine hat vor jeden Tag 5 Stunden zu spielen, der andere will jeden Tag 1000 $ gewinnen und der andere plant tagtäglich 5000 Hände beim Cashgame oder 100 SNGs zu spielen.Natürlich ist das eine löbliche Einstellung und vielleicht braucht es auch der ein oder andere, um sich zu motivieren und seinen Allerwertesten in Bewegung zu setzen.

Oftmals wird das dann alles noch mit einer Side-Bet garniert und dann hat man eine der viel beschworenen Challenges am laufen.

Aber ist dies sinnvoll?

Ein klares Jein ist die Antwort…

Für die einen mag es sinnvoll sein, wenn es realistische Ziele sind und wenn sie es mental und physisch auch durchhalten. Für die anderen ist es u.U. das pure Gift.

Es hilft ja nichts, wenn man sich jeden Tag 10 Stunden an den Pokertisch setzt, aber nach 5 Stunden erschöpft ist und eigentlich aufhören sollte, weil man bereits beim C-Game angekommen ist.

Die Vorsätze halten einen aber evtl. davor ab und schon kostet es unterm Strich bares Geld.

Daher bin ich kein so grosser Freund solcher Zielsetzungen: am besten man spielt, weil man Lust hat und nicht, weil man spielen MUSS.

Die SpielFREUDE fürt auch dazu, dass man speziell in solchen Situationen am besten spielt und  die Resultate dann auch dementsprechend gut ausfallen.

Und zusätzlich beugt man auch einem zunehmenden Druckszenario vor: setzt man sich z.B. ein Gewinnziel von so und so viel $ auf so und so viel Zeit, dann kann es sein, dass man ab einem bestimmten Moment einem Phantom hinterher jagt und die Stimmung auch dementsprechend sinkt.

Zu sehen ist dies vor allem auch bei der US-Show “2 Months, $ 2 Million”, in der 4 Pokerspieler in einer Reality-Show versuchen dieses Ziel zu erreichen. Aktuell sind sie meilenweit von ihrem Ziel weg und so ist auch die Stimmung in der WG…

Das Fazit ist also:

kleine, realistische Ziele setzen – wenn man sich überhaupt welche aufhalsen will- und wenn man diese erreicht, dann ist es gut…und wenn man sie eben mal nicht erreicht, dann versucht man es einfach im nächsten Monat wieder.

Der Spaß soll im Vordergrund stehen und den soll man sich selbst nicht kaputt machen.

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