Asse beim Pot-Limit Omaha

Andy Black

21. Dezember 2006

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Spieler, die zum ersten Mal Pot-Limit Omaha spielen, neigen dazu die meisten Fehler mit Assen zu machen. Sie bringen sich in Situationen, in denen sie eine Menge Geld verlieren können. Diese Situationen vermeiden zu können, ist ein Schlüssel zum erfolgreichen PLO-Spiel.

Hier ist ein Beispiel, dass Anfänger beim PLO schnell wieder erkennen. Sagen wir, es ist ein $2/$5 Spiel und alle Teilnehmer haben etwa $500 vor sich liegen. Ein Spieler in früher Position macht ein Raise auf $15 und ein Spieler in mittlerer Position reraised mit A-A-x-x auf $50. Vier Spieler callen das Reraise. Der Flop bringt J-7-2 rainbow.

Die Asse mögen hier gut sein – oder vielleicht auch nicht. Wie dem auch sei – es ist schier unmöglich das zu wissen. Deshalb ist genau hier der Punkt, an dem er sei leicht ist, Fehler zu machen. Entweder legt man hier nun zu viel Geld rein, obwohl man kaum eine Chance hat die Hand zu gewinnen oder man folded die beste Hand.

Der Grund warum viele Anfänger diese Fehler begehen, liegt einfach daran, dass sie den Unterschied zwischen Omaha und Hold'em nicht verstehen. In Hold'em bedeuten ein Paar Asse oder Könige, dass man ein großer Favorit ist vor dem Flop. Dies ist aber nicht der Fall bei Omaha. Ein Beispiel: Ac-Ad-4s-7h gewinnt vor dem Flop nur 51% gegen Js-Ts-9h-8h. Sind jetzt noch ein paar andere Hände im Spiel, werden die Asse sehr schnell verwundbar.

Weil so viele Hände derart ausgeglichen sind bedeuten die Community Cards mehr als Deine Starthände. Es geht darum, die Nuts zu haben: Nut Straights, Nut Flushes und hohe Drillinge.

Natürlich haben Hände mit Assen immer einen gewissen Vorteil, wenn man nur einen Gegner hat. Dazu hast Du mit Assen die Chance Top Set zu machen, oder wenn Dein Ass suited ist, kannst Du den Nut Flush bekommen. Du solltest diese Hände also spielen, nur etwas vorsichtiger vor dem Flop.

Wenn vor Dir ein Raise in früher Position ist, musst Du nicht unbedingt reraisen mit A-A-x-x, besonders dann nicht, wenn Dein Reraise nur einen kleinen Teil von Deinem Stack bedeutet. Wenn alle Gegner große Stacks haben, werden sie gerne Dein Reraise callen und einen Flop ansehen. Dann findest Du Dich schnell wieder in oben beschriebener Situation. Du weißt nicht, wie gut Deine Gegner den Flop getroffen haben und ob Du noch vorne bist. Triffst Du dagegen Dein drittes Ass haben die Gegner es kinderleicht Dich auf eine Hand zu setzen.

Allerdings gibt es auch Momente, in denen Du Deine Asse aggressiv vor dem Flop spielen solltest. Wenn vor Dir bereits viel Action war und du mit einem Reraise etwa drei Viertel Deines Stacks vor dem Flop investieren kannst, solltest Du es tun. Dadurch kannst Du einige Spieler zum Folden bringen und hoffentlich heads-up spielen. Da Du bereits so viel Chips in die Hand investiert hast, weißt Du, dass Du den Flop nicht mehr folden kannst – egal was dort aufgedeckt wird. Deine restlichen Chips wandern automatisch in den Pot.

Selbstverständlich können Dir Asse auch sehr profitable post-flop Situationen bescheren. Mit Top-Set kannst Du gegen ein niedrigeres Set viel Geld gewinnen oder mit dem Nut Flush gegen einen niedrigeren Flush viel verdienen.

Gehe vor dem Flop vom Gas, wenn Du Asse beim PLO hast. Wenn Du Deine Hand gut versteckst, kannst Du damit große Pötte gewinnen. Außerdem sparst Du eine Menge Chips, weil Du Deine Hand folden kannst, wenn der Flop Dir nicht passt.





Andy Black